Vogel: „Leitermappe und Handbuch verdanken wir dem Programmlehrgang“
von der NETZWERK-Redaktion
Textnummer: 238802
Erstellt am 2008/02/01, zuletzt geändert am 2008/09/02
Seit einigen Tagen ist die 5. Auflage der Leitermappe fertig. NETZWERK sprach deshalb mit dem verantwortlichen Redakteur aller bisherigen Ausgaben, Bundeskoordinator Klaus Vogel.
Seit einigen Tagen ist die 5. Auflage der Leitermappe fertig. NETZWERK sprach deshalb mit dem verantwortlichen Redakteur aller bisherigen Ausgaben, Bundeskoordinator Klaus Vogel.
An wen richtet sich die Leitermappe und was bietet sie über das Handbuch und den Expeditionsführer hinaus?
Die Zielgruppe ist identisch wie bei den beiden Geschwistern bzw. dem Programmlehrgang: Programmverantwortliche vor Ort. Alle drei Arbeitshilfen gehören wie der Lehrgang zur Grundausstattung jedes Anbieters. Die Leitermappe ist im Unterschied zu ihren Geschwistern eine aktuelle und flexible Loseblattsammlung mit derzeit rund 60 Einzeldokumenten zur Praxis der Programmarbeit.
Seit dem Erscheinen der 1. Auflage im September 1998 sind fast fünf Jahre vergangen. Was hat sich seither verändert?
Die wichtigste Veränderung im Umfeld der Leitermappe war die Einführung der Jugendprogramm-Website ziemlich exakt an ihrem zweiten Geburtstag, inzwischen die „Ressource Nr. 1“ für alle Praktiker. Gleichzeitig wechselte die Leitermappe im September 2000 mit der 2. Auflage der Leitermappe auch ihr äußeres Erscheinungsbild – vom versandgünstigen Briefformat auf das druckerfreundliche Format DIN A 4.
Das Internet hatte für die Leitermappe aber auch inhaltliche Konsequenzen.
Wir konnten uns seither auf die wirklich wichtigen Infoblätter und die Formularsammlung konzentrieren. Lehrgangsbeschreibungen und Termine zum Beispiel gibt es inzwischen nur noch online.
Außerdem gibt es seit einiger Zeit eine inhaltlich erweiterte Online-Version der Leitermappe.
Richtig. In diese haben wir Dinge aufgenommen, die wie die Folien schwierig zu kopieren sind oder wir die Kanu-Ausbildungsrichtlinien nur manche Anbieter betreffen. Außerdem gibt es dort auch zwischen den jährlichen Neuausgaben neue Blätter und Updates.
Alles, was in der Leitermappe steht, und noch viel mehr, bietet auch das Internet. Wozu noch der Aufwand mit der Printversion?
Weil ich mir so den Aufwand, über 60 Blätter mit meist mehreren Seiten auszudrucken und richtig einzusortieren, ersparen kann. Außerdem ist die Leitermappe mehr die 60 Blätter des Koordinationsbüros: sie ist ein System, wichtige schriftliche Unterlagen für die Programmarbeit in einem ständig griffbereiten Ordner abzulegen. Hierzu gehören vor allem auch örtliche Materialien – vom Jahresplan bis zum Teilnehmerverzeichnis.
Du arbeitest auch selbst damit?
Ich habe sogar zwei Ordner gleichzeitig im Einsatz. Einen mit lokalen Ergänzungen an der Schule und einen für das Vereinsgeschäft im Koordinationsbüro.
Wie verschieden sind die beiden?
Sie unterscheiden sich bis auf die Infoblätter völlig. Im Programmleiterordner finden sich z.B. aktuelle Terminübersichten aus Osterburken, Arbeitspläne der Schülermentoren und die Formularsammlung, während ich im Ordner des Bundeskoordinators u.a. Vereinstermine, die letzten Ausgaben des E-Info und Regularien mitführe. Der Formularteil fehlt ganz.
In den letzten beiden Jahren sind zahlreiche neue Infoblätter veröffentlicht worden, die praktische Themen zum Inhalt haben, z.B. „Aufsichtspflicht und Versicherung“, „Tipps für Pilotprojekte“ und „Grundregeln für Probeunternehmungen“. Wem haben wir das zu verdanken?
Wie vorher schon das Handbuch verdanken wir auch die Leitermappe und insbesondere deren steigende Zahl praktischer Arbeitshilfen dem „System Programmlehrgang“.
Und das bedeutet?
Der Programmlehrgang ist weltweit nicht nur als Lernfeld für die Teilnehmer, sondern auch für den zentralen Teamerkreis organisiert, der bei seinen regelmäßigen Treffen alle Lehrgänge vor- und nachbereitet und die Kurse mit jeweils meist mehrerern Vertretern durchführt. Je mehr Lehrgänge durchgeführt werden, desto besser sind die Ergebnisse – nicht nur die Lehrgänge selbst, sondern auch die Materialien, die aus manchen Übungen entstehen.
Zwölf jährliche Kurse sind dir lieber als zwei?
Sogar 24 lieber als 12. Aber davon sind wir leider noch ein ganzes Stück entfernt. In diesem Jahr werden voraussichtlich nur acht oder neun Lehrgänge stattfinden, gegenüber dem Vorjahr aber immer eine Steigerung von 100 Prozent.
Zurück zur neuen Auflage der Leitermappe. Gehören nicht die bereits erwähnten neuen Infoblätter eigentlich in das Handbuch?
Zahlreiche andere sicher auch. Wie ich von Katharina gehört habe, sollen nach ihrer Vorstellung ungefähr ein Dutzend Blätter in die in Arbeit befindliche Neuauflage aufgenommen werden.
Auf der einen Seite ist das Internet inzwischen die „Ressouce Nr. 1“ geworden, auf der einen Seite werden die wichtigsten Inhalte der Leitermappe demnächst in das neue Handbuch aufgenommen. Heißt das, dass die Leitermappe bald überflüssig ist und ihre Tage gezählt sind?
Überhaupt nicht. Im Unterschied zum Handbuch ist die Leitermappe eine Loseblattsammlung, in die sich wichtige neue Materialen schnell aufnehmen lassen, Neuauflagen des Handbuchs gibt es dagegen nur alle fünf Jahre. Die Leitermappe wird deshalb mit wechselnden Inhalten neben dem Expeditionsführer die wichtigste Ergänzung des Handbuchs bleiben.
Mit der 5. Auflage endet deine Zeit als Verantwortlicher für die Leitermappe. Wie fühlt man sich dabei?
Sehr gut. Denn wie man sieht, geht’s ja auch unter der neuen Regie mit Volldampf weiter – und das zugrunde liegende „System Programmlehrgang“ funktioniert besser denn je.
