Multiplikatorenausbildung: Dampf für den Qualitätskurs
von Klaus Vogel
Textnummer: 730300
Erstellt am 2011/11/30, zuletzt geändert am 2011/12/30
Im März 1998 hatte ich dazu aufgerufen, „das bisher fast rein nordbadische Multiplikatorenteam zu einer wirklich bundesweiten Sache zu machen“ – und nach langjähriger, intensiver Vorbereitung über die Entwicklung unserer Medien und Lehrgänge beginnt dieser Zug endlich Fahrt aufzunehmen.
von Klaus Vogel
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Im März 1998 hatte ich dazu aufgerufen, „das bisher fast rein nordbadische Multiplikatorenteam zu einer wirklich bundesweiten Sache zu machen“ – und nach langjähriger, intensiver Vorbereitung über die Entwicklung unserer Medien und Lehrgänge beginnt dieser Zug endlich Fahrt aufzunehmen.
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Im März 1998 hatte ich unter der Überschrift „Qualität statt Quantität“ dazu aufgerufen, „das bisher fast rein nordbadische Multiplikatorenteam zu einer wirklich bundesweiten Sache zu machen“ – und nach langjähriger, intensiver Vorbereitung über die Entwicklung unserer Medien und Lehrgänge beginnt dieser Zug endlich Fahrt aufzunehmen. Bei der Kurt-Hahn-Konferenz spielten mit Barbara und Eva erstmals zwei „Neue“ eine wichtige Rolle; jetzt kommt es darauf an, für den nötigen Dampf für die volle Fahrt zu sorgen – und on tour zu gewährleisten, dass der Zug auf Qualitätskurs bleibt. Beide Aufgaben sind für uns echte Herausforderungen.
Für „Dampf zu sorgen“ bedeutet, Ressourcen für die Fahrt bereitzustellen – und das heißt vor allem: Zeit. Zeit für die Verbesserung der Multiplikatorenmaterialien, vor allem der erst ansatzweise vorhandenen englischsprachigen Arbeitshilfen in diesem Bereich. Zeit vor allem aber für die Multiplikatorenausbildung selbst: für die Vorbereitung der Fünftageskurse, für deren Durchführung in modularer oder Kompaktform und nicht zu vergessen für die Auswertung – beim nächsten Mal soll der Lernerfolg ja noch besser werden. Da an keiner anderen Stelle Dampf abgezweigt werden kann, muss das alles „Extradampf“ sein!
„Auf Qualitätskurs bleiben“ heißt, darauf zu achten, dass die Multiplikatorenausbildung weder ein Selbstzweck ist noch bloß dazu dient, die Lehrgangsordnung zu erfüllen, sondern dass mit ihrer Hilfe die Nachhaltigkeit der Programmarbeit verbessert werden soll und muss (siehe die zitierte Rede von 1998). Damit dies gelingen kann, müssen Multiplikatoren aber nicht über ein bestimmtes Knowhow verfügen, sondern auch aktiv hinter diesem Wissen stehen – ggf. auch bei heftigem Gegenwind. Nur mit dieser Haltung kann aus der Ausbildung von Multiplikatoren letztlich auch eine bessere Praxis entstehen.
Dass jede besondere Herausforderung gleichzeitig auch eine besondere Chance ist, muss bei einem Vorhaben, das sich „Du kannst mehr als du glaubst!“ auf die Fahnen geschrieben hat, eigentlich nicht besonders betont werden. Diese Chance besteht darin, dass der Zug nicht unter Volldampf in Richtung zu mehr Nachhaltigkeit und Qualität fährt, sondern sich auf dieser Fahrt auch selbst verändert – zum Beispiel den Antrieb effektiviert und die Zugbegleitung verbessert und verstärkt. Die Kurt-Hahn-Konferenz hat auch gezeigt, dass diese Transformation des Trägervereins begonnen hat.
