Kleiser: „Zeigen, was das Programm leistet“
von der NETZWERK-Redaktion
Textnummer: 565702
Erstellt am 2006/02/08, zuletzt geändert am 2008/09/02
Über die Möglichkeiten, die der 50. Jugendprogramm-Geburtstags für die Öffentlichkeitsarbeit zum Internationalen Jugendprogramm bietet, sprach NETZWERK mit Katharina Kleiser, Ressortleiterin „Programmarbeit“ des Trägervereins.
Über die Möglichkeiten, die der 50. Jugendprogramm-Geburtstags für die Öffentlichkeitsarbeit zum Internationalen Jugendprogramm bietet, sprach NETZWERK mit Katharina Kleiser, Ressortleiterin „Programmarbeit“ des Trägervereins.
Welche Botschaft soll mit dem 50. Geburtstag des „Duke of Edinburghs’s Award“ speziell in Deutschland vermittelt werden?
Dank Kurt Hahn und Prinz Philip hat die Welt ein für alle offenes Jugendbildungsprogramm, dessen Erfolg darauf beruht, dass es von den Teilnehmern eine ganze Menge abverlangt. Je mehr man gibt, desto mehr bekommt man zurück – Erfolg zum Nulltarif gibt es nicht.
Ein Prozess also, und kein Preis.
So heißt es in den „Zehn Schlüsselpunkten“, ja. Der Clou ist, dass die 50 Jahre vor allem eines gezeigt haben: das Programm ist umso erfolgreicher, je besser dieser Bildungsprozess gelingt. Ich finde es einfach phänomenal, dass es auf der ganzen Welt Jahr für Jahr mehr Jugendbildungseinrichtungen gibt, die mit ihrem Namen und unserem Zeichen für die Qualität dieses Prozesses garantieren.
Die Lizenzurkunde als Qualitätszeichen?
Selbstverständlich – aber nicht nur diese! Das ist ja eine gewaltige Verpflichtung, auf die sich unsere Anbieterstellen mit jedem Teilnehmer immer wieder aufs Neue einlassen. Der „Global Bird“ auf dem Briefpapier oder der Website heißt deshalb nie bloß „Da machen wir auch mit!“, sondern vor allem „Für diesen Prozess stehen wir!“.
Und das Jubiläum soll nun dazu genutzt werden, diese Leistung der eigenen Einrichtung in der Öffentlichkeit zu demonstrieren.
Wir zeigen sie eigentlich immer schon, zum Beispiel wenn Teilnehmer bei der Verleihfeier ihre Aktivitäten, Erlebnisse und Erfahrungen präsentieren. Jetzt könnte man aber noch tiefer gehen und die Arbeit etwas gründlicher auswerten und breiter darstellen – einen solchen Anlass zur Platzierung des Programms in der Öffentlichkeit bekommen wir so schnell nicht wieder. Wie man das machen könnte, haben wir ausführlich dargestellt.
Wo zum Beispiel?
In erster Linie in den beiden Arbeitsmappen „Qualitätsentwicklung“ und „Öffentlichkeitsarbeit“. Zum Jubiläum und dessen Möglichkeiten haben wir sogar eine spezielle Arbeitshilfe zusammengestellt.
Honoriert wird eine solche Dokumentation auch in diesem Jahr wieder durch den Anbieterpreis.
In erster Linie profitiert man von der Arbeit doch unmittelbar selbst. Zunächst bekommt man neues Material für die Öffentlichkeitsarbeit, auch die innerhalb der eigenen Einrichtung. Darüber hinaus lernt man aber auch wichtige Dinge über die eigene Arbeit. Das ist gerade der Grund, warum es den Anbieterpreis gibt – als Anreiz, einmal etwas genauer hinzuschauen. Ergebnisse wären u.a. Fotos, Diagramme, Gutachten in Begleitheften, Interviews mit Teilnehmern und Helfern in den Programmteilen, Karikaturen, Porträts, Statistiken, Tabellen und Zeittafeln.
Dinge, die man eigentlich sowieso immer wieder braucht. Aber was mache ich nun speziell im Jubiläumsjahr damit?
Eigentlich nur das, was ich sonst auch immer mal wieder mache. Das Spektrum reicht von einem Flyer oder Webseiten über eine Ausstellung im Rathaus oder eine Artikelserie in der Tageszeitung bis zu einer „etwas anderen“ Verleihfeier z.B. verbunden mit einem „Ehemaligentreffen“. Aber natürlich ist auch eine Sonderveranstaltung zum Jubiläum eine gute Idee.
Worauf sollte man besonders achten?
Dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht aus den Augen verliert. Gerade in der Vielfalt der Beispiele muss klar werden, dass es sich nicht um einen beliebig interpretierbares Wischiwaschi handelt, sondern um ein Bildungsprogramm mit glasklaren Regeln.
