Was das Programm ist – und was nicht!
von der NETZWERK-Redaktion
Textnummer: 568803
Erstellt am 2006/02/21, zuletzt geändert am 2008/09/02
Das Programm ist ein auf individueller Herausforderung beruhender, ganzheitlicher „Selbstbausatz“ zur Persönlichkeitsbildung. Es ist nicht „leicht“, sondern funktioniertt nach dem Prinzip: „Je mehr man gibt, desto mehr bekommt man zurück“.
Das Programm ist ein auf individueller Herausforderung beruhender, ganzheitlicher „Selbstbausatz“ zur Persönlichkeitsbildung. Es ist nicht „leicht“, sondern funktioniertt nach dem Prinzip: „Je mehr man gibt, desto mehr bekommt man zurück“.
Was das Programm ist...
Das Programm ist ein auf individueller Herausforderung beruhender, ganzheitlicher „Selbstbausatz“ zur Persönlichkeitsbildung für junge Leute zwischen 14 und 25.
Da jedes Einzelprogramm die Fähigkeiten und Interessen des Jugendlichen und die örtlichen Möglichkeiten widerspiegelt, nimmt jeder Teilnehmer trotz gleicher Regeln an einem „anderen“ Programm teil. Identische Pakete gibt es nicht
Beim Dienst werden Hilfsbereitschaft und Anteilnahme gefördert; um Abenteuer, Naturerlebnis und die Zusammenarbeit in einer Gruppe geht es bei der Expedition; neue Fähigkeiten entdecken und weiterentwickeln – darum geht es im Programmteil Talente, und der Programmteil Fitness bietet einen persönlichen Weg zur Verbesserung der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit.
Es können bereits ausgeübte Tätigkeiten weiterentwickelt oder neue begonnen werden.
Je nach Alter, Engagement und Selbständigkeit stehen die Stufen Bronze, Silber und Gold zur Auswahl.
Erfahrene Erwachsene begleiten und unterstützen die Teilnehmer bei ihren Aktivitäten und dokumentieren und würdigen die persönlichen Leistungen in den einzelnen Programmteilen in einem Begleitheft. Der Abschluss des Programms wird in einer öffentlichen Feier gewürdigt, bei der jeder Teilnehmer eine Urkunde und ein Abzeichen erhält.
Jede Einrichtung, die mit Jugendlichen zu tun hat, kann das Programm in ihrer Arbeit einsetzen. Jugendgruppen und Jugendclubs, Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe, Städte und Gemeinden können vom deutschen Herausgeber eine Lizenz als Programmanbieter erhalten. Diese wiederum greifen bei der Programmarbeit auf die örtlichen Möglichkeiten zurück, die sie für die Teilnehmer ausnutzen und vernetzen.
Seit seiner Gründung durch Kurt Hahn und Prinz Philip 1956 in Großbritannien hat sich das Programm in die ganze Welt ausgebreitet. Im 50. Jubiläumsjahr hatten bereits 6 Millionen Jugendliche teilgenommen.
... und was nicht (häufige Missverständnisse)!
Das Programm ist nicht „leicht“, sondern funktioniert (auch für die begleitenden Einrichtungen) nach dem Prinzip: „Je mehr man gibt, desto mehr bekommt man zurück“.
Die Regeln des Programms sind nicht flexibel, sondern fest. Flexibilität besteht beim Ausfüllen des Rahmens für die einzelnen Teilnehmer – so dass das Programm für ihn zur persönlichen Herausforderung wird.
Wegen der spezifischen Ziele und Inhalte der Programmteile ist die Zuordnung von Aktivitäten zu ihnen nicht beliebig, sondern über entsprechende Auswahllisten vorgegeben.
Man kann sich nicht einfach Dinge, die man sowieso schon macht, „anrechnen“ lassen. Es geht nicht um einen Preis, sondern den mit den Erlebnissen und Erfahrungen verbundenen Prozess.
Bronze ist nicht Voraussetzung für Silber und Silber ist nicht Voraussetzung für Gold.
Die Teilnehmer werden nicht allein gelassen, sondern ihnen stehen in jedem Programmteil und für das Programm insgesamt „Begleiter“ zur Seite, mit denen sie ihr Gesamtprogramm und die Einzelprogramme in den Programmteilen vereinbaren, Erlebnisse und Erfahrungen regelmäßig reflektieren und die bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Das Programm ist keine weitere Jugendorganisation mit Strukturen und Zusammenschlüssen auf Kreis-, Landes- oder Bundesebene, sondern ein für alle offenes Angebot von Freizeitaktivitäten.
Das Programm ist kein Jugendbegegnungsprojekt und man muss dafür auch nicht in fremde Länder gehen. Aber natürlich darf man geeignete Aktivitäten in internationalem Kontext durchführen, das bietet gerade bei den höheren Programmstufen eine besondere Herausforderung.
