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Anleitung: Ermittlung der Ansichten junger Leute in einer Qualitätsanalyse

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

Textnummer: 586402

Erstellt am 2006/06/03, zuletzt geändert am 2008/09/02

Das Feedback bietet der Anbieterstelle wertvolle Einsichten bezüglich Wirkung und Einfluss des Programms auf die Teilnehmer. Es hilft, Probleme in der Programmarbeit zu identifizieren, passende Maßnahmen zu planen und die Qualität der Erfahrung junger Leute mit dem Programm zu verbessern.

Das Feedback bietet der Anbieterstelle wertvolle Einsichten bezüglich Wirkung und Einfluss des Programms auf die Teilnehmer. Es hilft, Probleme in der Programmarbeit zu identifizieren, passende Maßnahmen zu planen und die Qualität der Erfahrung junger Leute mit dem Programm zu verbessern.

Der Fragebogen in der Formularsammlung soll Teilnehmer dabei helfen, die Qualität ihrer Erfahrung zu analysieren. Falls erforderlich, sollte ein Erwachsener beim Ausfüllen behilflich sein. Zum Fragebogen gehört ein Auswertungsblatt, das ebenfalls in der Formularsammlung zu finden ist.

Zusätzlich können Teilnehmer, ehemalige Teilnehmer und Nicht-Teilnehmer dazu eingeladen werden, ihr Verhältnis zum Programm zu analysieren. Dazu können sie in Gruppen oder einzeln an Diskussionen teilnehmen.

Oft ist es nützlich, dass auch Ehemalige den Fragebogen und Nichtteilnehmer zumindest Teile davon ausfüllen.

Das Feedback bietet der Anbieterstelle wertvolle Einsichten bezüglich Wirkung und Einfluss des Programms auf die Teilnehmer. Es hilft, Probleme in der Programmarbeit zu identifizieren, passende Maßnahmen zu planen und die Qualität der Erfahrung junger Leute mit dem Programm zu verbessern.

Die Teilnehmer sollten dazu angehalten werden, jede Frage vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten.

Für eine Analyse gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Entscheidend ist es, einen Rahmen zu schaffen, der gewährleistet, dass die jungen Leute ihre Ansichten frei äußern und dafür zu sorgen, dass wichtige Äußerungen und Ideen protokolliert werden. Dazu gehört es, bestimmte Grundregeln zu vereinbaren, zu denen Verhaltensregeln sowie das Maß von Vertraulichkeit und Anonymität gehören sollten.

Hier einige Ideen:

  • Man schreibt jede Frage auf eine Karte. Der Jugendliche erhält eine Karte und platziert sie im Bereich zwischen „voll einverstanden“ und „überhaupt nicht einverstanden“ so, wie er es für richtig hält. Daraufhin kann er seine Entscheidung näher ausführen oder begründen. Zum Schluss dürfen sich andere Gruppenmitglieder äußern.

  • Man schreibt jede Frage auf ein Flipchat-Blatt. Den drei Kategorien „einverstanden“, „unsicher“ und „nicht einverstanden“ werden die Farben grün, gelb und rot zugeordnet. Die Jugendlichen erhalten entsprechende Klebepunkte und bringen diese auf den Blättern an. Anschließend wird das Ergebnis zur Diskussion gestellt.

  • Man bringt die Worte „voll einverstanden“, „einverstanden“, „unsicher“, „nicht einverstanden“ und „überhaupt nicht einverstanden“ auf dem Boden an. Man stellt nun nacheinander die Fragen und bittet die Jugendlichen, sich an den nach ihrer Meinung passenden Platz zu stellen. Das Ergebnis ist jeweils zu notieren.

  • Jedes Gruppenmitglied erhält einen Fragebogen. Diese werden eingesammelt und mit Hilfe des entsprechenden Formblattes umgehend ausgewertet. Danach können kleinere Gruppen gebildet werden, in den über Fragen, die sich ergeben, diskutiert wird.

 

Analyse der Ergebnisse des Fragebogens

Wenn die Einzelbogen mit Hilfe des Formblattes ausgewertet sind, sind die Ergebnisse zu analysieren. Auf Grundlage der Informationen, die man erhalten hat, bilden die Grundlage für die Maßnahmen, die unternommen werden sollen.

Folgende Punkte sollten der Analyse der Ergebnisse besonders beachtet werden:

  • Wurde bei irgendeiner Frage in großer Zahl mit „überhaupt nicht einverstanden“ votiert? Gibt es hierfür einen bestimmten Grund? Müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Situation zu ändern? Ist Unterstützung oder Mithilfe des Programmanbieters erforderlich?

  • Wurde bei irgendeiner Frage in großer Zahl mit „unsicher“ votiert? Welche Faktoren haben hierzu beigetragen? Wie kann eine konsistentere bzw. weniger variable Qualität der Erfahrung gewährleistet werden? Hat es irgendwelche Veränderungen in der Anbieterstelle gegeben, die die Programmarbeit beeinflussen?

  • Gab es Fragen, bei den in einer großen Zahl von „einverstanden“ votiert wurde? Auf welche Praxis bzw. Regelungen könnte das Ergebnis zurückzuführen sein? Wie kann das Ergebnis des Feedbacks sichergestellt bzw. geändert werden?

  • Gab es signifikante Unterschiede beim Feedback in Bezug auf Alter, Geschlecht, körperliche Verfassung oder Herkunft?

  • Gibt es bestimmte Bereiche, auf man sich schwerpunktmäßig konzentrieren sollte wie z.B. die Vorstellung des Programms, die (externe) Öffentlichkeitsarbeit und die (interne) Informationspolitik, die Kommunikation innerhalb der Anbieterstelle, die Ressourcen für die Programmarbeit, die Unterstützung der Jugendlichen bei der Auswahl der Aktivitäten, Sicherheit und Risikoanalyse, die Anerkennung von Leistung oder die Rekrutierung von Helfern?

  • Gibt es grundsätzlichen Handlungsbedarf, z.B. in Bezug auf den Status des Programms in der Einrichtung, der Konzeption oder die Programmleitung?