Pfadfinden und Jugendprogramm
von der NETZWERK-Redaktion
Textnummer: 139102
Erstellt am 2005/05/14, zuletzt geändert am 2008/09/02
Schon bei der Gründung des „Duke of Edinburgh’s Award“ 1956 spielte der britische Pfadfinderbund eine sehr wichtige Rolle, und bereits kurz darauf gaben die britischen Pfadfinderinnen den entscheidenden Anstoß zur Einbeziehung von Mädchen in das zunächst reine Jungenprogramm.
Schon bei der Gründung des „Duke of Edinburgh’s Award“ 1956 spielte der britische Pfadfinderbund eine sehr wichtige Rolle, und bereits kurz darauf gaben die britischen Pfadfinderinnen den entscheidenden Anstoß zur Einbeziehung von Mädchen in das zunächst reine Jungenprogramm.
Das Internationale Jugendprogramm wurde von Anfang an von Jugendorganisationen übernommen, um ihrer Arbeit mit jungen Leuten zusätzlichen Impuls und Wert zu verleihen. Das Programm ist keine Jugendorganisation und hat keine Mitglieder, sondern Teilnehmer, denen es seine Dienste anbietet. Deshalb ist es in jedem Land umso erfolgreicher, je besser es dem jeweiligen Herausgeber gelingt, in diesem Sinn „Dienstleister“ für die Jugendordanisationen zu werden.
Die beiden Weltvereinigungen der Pfadfinder („World Association of Girl Guides and Girl Scouts“ – WAGGGS) und Pfadfinderinnen („The World Organisation of the Scout Movement“ – WOSM) erkannten den Vorteil, das Programm in ihre Arbeit einzubeziehen, sehr früh. Schon bei der Gründung des „Duke of Edinburgh’s Award“ 1956 spielte der britische Pfadfinderbund eine sehr wichtige Rolle, und bereits kurz darauf gaben die britischen Pfadfinderinnen den entscheidenden Anstoß zur Einbeziehung von Mädchen in das zunächst reine Jungenprogramm.
Seit dieser Zeit bestehen zum großen Nutzen beider Seiten enge Verbindungen zwischen diesen Vereinigungen und dem Internationalen Jugendprogramm. Das Internationale Jugendprogramm konnte über die Pfadfinder- und Pfadfinderinnenbewegungen, deren Mitglieder leicht mit dem Programm beginnen können, eine große Zahl zusätzlicher Jugendlicher erreichen. Die beiden Bewegungen haben im Gegenzug von dem guten und ausgewogenen Aktivitätenset profitiert, das vom Internationalen Jugendprogramm für ihre Arbeit bereitgestellt wurde. So ist es kein Zufall, daß die beiden Weltpfadfinderorganisationen Mitglieder der 1980 gegründeten „Internationalen Verbindungsgruppe“ des Weltprogramms sind, zur der z.B. auch die UNESCO und die Liga der Rot-Kreuz- und Roter-Halbmond-Gesellschaften gehören.
Zum Thema „Pfadfinden und Jugendprogramm“ gibt es auf internationaler und nationaler Ebene eine Reihe von gemeinsamen Veröffentlichungen. „Girl Guiding/Girl Scouting and the Award“ ist zum Beispiel auf Englisch, Französisch und Spanisch erhältlich. Die Pfadfinder und das Programm in Singapur haben ein Handbuch veröffentlicht und das Programm in Kenia hat ein Handbuch für Pfadfinder und Pfadfinderinnen herausgegeben.
Ein Beispiel für „Pfadfinden und Jugendprogramm“ ist ein britischer Pfadfinder, der eine Bergtour in den Pyrenäen plante, organisierte und durchführte und damit auch gleichzeitig die Goldstufe des Programmteils Expeditionen abdeckte. Ein anderes ist Fauzia aus Kenia. Auf der Bronzestufe nahm sie für den Dienst sechs Monate an einem Erste-Hilfe-Kurs teil. Dann erteilte sie als Pfadfinderin selbst Erste-Hilfe-Unterricht im Rahmen des Sportunterrichts an der Schule. Immer noch als Pfadfinderin, jetzt jedoch für das Programm auf der Goldstufe, nahm sie an einem Kurs zum Thema Bodenerosion teil und hielt anschließend Treffen mit den Dorfältesten ab, um ihnen die Notwendigkeit des Bodenschutzes zu erklären.
