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4. EMAS-Konferenz: Katharina mit Olli und Prinz Edward

Katharina: „Die Finnen schaffen es einfach immer wieder, eine besondere Atmosphäre zu schaffen“

von der NETZWERK-Redaktion

Textnummer: 075903

Erstellt am 2008/04/26, zuletzt geändert am 2008/09/02

Erstmals nahm Katharina Vogel, im Koordinationsbüro für die Programmarbeit zuständig, an einer EMAS-Konferenz teil. Aus diesem Anlass führte die Redaktion ein Interview mit der Freiburger Studentin.

Erstmals nahm Katharina Vogel, im Koordinationsbüro für die Programmarbeit zuständig, an einer EMAS-Konferenz teil. Aus diesem Anlass führte die Redaktion ein Interview mit der Freiburger Studentin.

Katharina, du warst jetzt vier Tage in Finnland – zum dritten Mal in deiner Jugendprogramm-Laufbahn. Man sieht es dir an, dass dir auch dieses Mal Spaß gemacht hat. Warum?

Die Finnen schaffen es einfach immer wieder, eine besondere Atmosphäre zu gestalten. Ich fühlte mich von Anfang an wohl und hatte den Eindruck, den anderen Teilnehmern ist es genauso gegangen. Außerdem ist es natürlich immer wieder spannend, Programmanbieter aus anderen Ländern zu treffen und Erfahrungen auszutauschen.

Du hast Klaus beim IT-Seminar unterstützt und beim Meeting den deutschen Bericht vorgetragen. Warst du mit der deutschen Beteiligung zufrieden?

Obwohl ich anfangs dachte, dass die Teilnehmer Schwierigkeiten haben würden, sich mit diesem sehr technischen Thema zu identifizieren, ist es uns, so denke ich, dennoch gelungen, das Thema einigermaßen verständlich „rüberzubringen“. Deshalb waren dann auch relativ viele Teilnehmer in unserem Workshop. Es hat sich gezeigt, dass das Bedürfnis für eine Vereinfachung der Verwaltung auch in anderen Anbietern sehr groß ist. Das heißt, dass unsere momentane Arbeit auch anderen Ländern sehr von Nutzen sein kann und diesen Gedanken finde ich persönlich sehr motivierend. Daher denke ich auf jeden Fall, dass wir mit unserem Beitrag zufrieden sein können.

Wie waren die Gespräche am Rande? Gab es besondere Partner?

Die Gespräche am Rande waren wie immer noch fruchtbarer als die einzelnen Seminare. Besonders viel habe ich dieses mal mit Josée aus Luxemburg gesprochen und wir sind übereingekommen, die geographische Nähe zwischen unseren beiden Ländern in Zukunft effektiver zu nutzen, d.h. mehr in die Richtung gemeinsame Expeditionen hinzuarbeiten.

Auch mit den Niederländern gab es ein ausführliches Gespräch.

Es war sehr gut war, dass wir mit Maurice und Wim noch einmal über die Probleme unseres Kanuprojektes reden konnten. Besonders hat mich gefreut, dass auch in Zukunft die deutsch-holländische Zusammenarbeit weiter bestehen und sogar ausgearbeitet werden soll.

Du hast dich auch ausführlich mit Prinz Edward unterhalten. Was war dein Eindruck?

Zu Beginn war ich etwas skeptisch gegenüber der Rolle, die Edward in der Konferenz spielen sollte. Im Laufe des Seminars hat er mich jedoch mehr und mehr davon überzeugt, dass ihm wirklich etwas an der Sache liegt. Auch war ich sehr beeindruckt, mit wie locker und offen er mit den finnischen Jugendlichen umgegangen ist und wie er immer wieder gerade den Kontakt mit jungen Leuten gesucht hat, um deren Ansichten und Meinungen mit einzubeziehen.

Was har dir am besten gefallen, was am wenigsten?

Am besten fand ich die Tatsache, dass die Konferenz zu einem großen Teil von finnischen Programmteilnehmern organisiert und auch durchgeführt wurde. Eher deprimierend fand ich das Regionaltreffen am Samstagnachmittag. Hier hatte ich den Eindruck, dass immer noch nicht klar ist, wie groß die EMAS-Region inzwischen geworden ist. Auch wurde überhaupt keine Rücksicht auf etwaige Sprachprobleme gelegt. Es war einfach eine Verschwendung von Potential.

Wäre die Durchführung einer solchen Konferenz in Deutschland sinnvoll? Fehlen uns hierzu nicht wichtige Voraussetzungen?

Das kommt darauf an. Eigentlich denke ich, dass es gerade dem Programm in einem bestimmten Bundesland schon helfen könnte, diese Konferenz durchzuführen. Auf dieser Ebene haben wir, so denke ich, auch die Ressourcen dazu. Es wäre allerdings vermessen, anzunehmen, den Erfolg der Finnen zu wiederholen und einen bundesweiten PR-Paukenschlag für das Jugendprogramm landen zu können.

Was möchtest du sonst noch sagen?

Herzlichen Dank an Avartti und das Team von Christiane!