Linux-Migrationstabelle: Erläuterungen und Hintergründe
von der NETZWERK-Redaktion
Textnummer: 506404
Erstellt am 2004/07/04, zuletzt geändert am 2008/09/02
Auf den Apple-Rechnern wird nicht native freie Software nicht unter Linux, sondern unter X11 eingesetzt. In der Migrationsreihenfolge kommen Prioritäten, die durch die Aufgaben des Koordinationsbüros vorgegeben sind, zum Ausdruck, aber auch Zufälligkeiten.
Auf den Apple-Rechnern wird nicht native freie Software nicht unter Linux, sondern unter X11 eingesetzt. In der Migrationsreihenfolge kommen Prioritäten, die durch die Aufgaben des Koordinationsbüros vorgegeben sind, zum Ausdruck, aber auch Zufälligkeiten.
Die Migration auf GNU/Linux geschieht auf Seite der Arbeitsplatzrechner mit vorhandenen Systemen. Bei den PCs ist als Betriebssystem bereits ausschließlich Linux im Einsatz. Damit vorläufig noch benötigte proprietäre Software (u.a. FileMaker) weiterhin genutzt werden kann, wird auf den zwei bis vier Jahre alten Macintosh-Rechnern das Betriebssystem Mac OS X beibehalten, allerdings (wie alle proprietäre Software!) nicht mehr upgedatet. Nicht native, freie Software wie OpenOffice oder Gimp wird unter OS X mit Hilfe von X11 genutzt. Ein Kriterium für die Auswahl der freien Software ist deshalb, dass sie nicht nur für Linux, sondern auch für die Apple-Rechner (zumindest unter X11) zur Verfügung steht.
Die Tabelle enthält nur die „großen“ Programme, mit denen tatsächlich gearbeitet wird bzw. in Zukunft gearbeitet werden soll. Als Webbrowser wird auf allen Plattformen derzeit noch der Navigator-Modul von Mozilla eingesetzt. Sobald die finale Version des „Nur“-Browsers Firefox vorliegt, soll stattdessen dieser zum Einsatz kommen. Nicht aufgeführt sind
vorhandene, aber derzeit nicht benutzte Programme wie E-Mail-Client oder Videobearbeitungssoftware und
die zahlreichen Hilfsprogramme wie z.B. FTP-Software, PDF-Viewer oder Lese- und Schreibprogramme für CD/DVD.
In den drei Spalten der Übersicht sind von links nach rechts die Aufgabe, die bisher eingesetzte proprietäre Anwendung sowie das neue, freie Ersatzprogramm aufgeführt. Gemäß dem Fortschritt der Migration sind die Anwendungen in fünf Gruppen eingeteilt, die von „Freie Anwendung wird hauptsächlich genutzt“ bis „Freie Anwendung noch offen“ reichen. In der Reihenfolge kommen Prioritäten, die durch die Aufgaben des Koordinationsbüros vorgegeben sind (z.B. OpenOffice Writer für Redaktionssystem) zum Ausdruck, aber auch Zufälligkeiten (z.B. Datenbanken noch nicht auf MySQL migriert).
Linux-Migration heißt nicht nur, für vorhandene proprietäre Betriebssysteme und/oder Anwendungen freien Ersatz zu finden. Vor allem muss mit der neuen Software gearbeitet werden, d.h. der Umgang mit ihr gelernt werden. Angesichts der Fülle der eingesetzten Anwendungen ist es dieser Lernprozess, der das Migrationstempo bestimmt und dazu führt, dass die Umstellung nur schrittweise erfolgen kann. Nach Anlaufschwierigkeiten, insbesondere wegen Fehlern von OpenOffice auf dem Mac (Linux und X11), ist die Migration inzwischen sehr gut im Zeitplan.
