Sektionen
Sie sind hier: Startseite Netzwerk Artikel Herausgeber Trägerverein Leitbild, Strategie und Konzepte Allgemeines

Leuchtturmstrategie 2017–2019 (Entwurf)

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

Textnummer: 801000

Erstellt am 2016/12/27, zuletzt geändert am 2016/12/27

Die Leuchtturmstragie beschreibt seit vielen Jahren die Grundausrichtung der Arbeit des Trägervereins. In der vorliegenden Darstellung wird diese für die nächsten drei Jahre aktualisiert. Details finden sich im Entwicklungsplan.

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

Textnummer:

Erstellt am: , geändert am:

Fotos:

Die Leuchtturmstragie beschreibt seit vielen Jahren die Grundausrichtung der Arbeit des Trägervereins. In der vorliegenden Darstellung wird diese für die nächsten drei Jahre aktualisiert. Details finden sich im Entwicklungsplan.

***

Grundsätze

Leuchttürme der Programmarbeit und des Programms sind Programmanbieter und Anbieterstellen,

  1. deren Arbeit den Kriterien für Programmanbieter vollauf genügt;

  2. für eine ganzheitliche und positive Wahrnehmung des Programms in ihrem Umfeld sorgen und dort nachhaltig verankert sind;

  3. in ihr Umfeld ausstrahlen, es positiv beeinflussen, auf diese Weise das Feld für die weitere Ausbreitung des Programms bereiten und das Überleben der Programmarbeit langfristig sichern.

Die Entwicklung des Großteils der Anbieter mit Hilfe der nötigen Prozesse, Produkte und Dienstleistungen zu Leuchttürmen entspricht dem derzeitigen Leistungsvermögen und Arbeitsschwerpunkt des Trägervereins. Über das wachsende Volumen der finanziellen Beiträge der Anbieter, deren Einbeziehung in Entwicklung und Bereitstellung des Hilfesystems sowie dem zunehmenden Einsatz elektronischer Dienste wächst die Kapazität des Trägervereins und insbesondere die Hauptamtlichkeit im Koordinationsbüro kontinuierlich mit.

Ausgangspunkte der Leuchtturmstrategie sind das Leitbild und die aktuelle Selbstbewertung der Programmarbeit. Auf ihr und ihren Prozessen, Produkten und Dienstleistungen setzt die an anderer Stelle beschriebene Strategie der gezielten Ausdehnung des Programms in Deutschland auf. Deren Umsetzung ist von der Akquirierung strategischer Partnerschaften sowie externen finanziellen Ressourcen zur Finanzierung von Hauptamtlichkeit im Kooperationsbereich abhängig.

Felder*)

Die erfolgreiche Umsetzung der Leuchtturmstrategie benötigt folgende Maßnahmen und Ergebnisse**):

  1. Führung. Bei der Leuchtturmstrategie geht es um Organisations- und Qualitätsentwicklung. Diese beginnt bei der Führung, die die Mitarbeiter entsprechend einbezieht und unterstützt.

    1. Trägerverein. Vereins- und Teamstrukturen sowie Arbeitsteilung und Rollenbeschreibungen sind stetig an die Entwicklung anzupassen. Es wird alles Nötige unternommen, besonders leistungsfähige Organisationen als Mitglieder und die Mitarbeit in Gremien und Netzwerken zu gewinnen. Wert und Nutzen der EFQM-basierten Qualitätsentwicklung werden vorgelebt.

    2. Anbieter. Neben der Programmleitung muss vor allem auch die Leitung Organisation hinter der Strategie sowie deren Adaptierung und Umsetzung stehen.

  2. Strategie. Anbieter, Mitarbeiter und Teilnehmer als wichtigste Anspruchsgruppen werden über Tagungen, Treffen Zukunftswerkstätten und andere Mittel in Bewertung und Weiterentwicklung der Leuchtturmstrategie und ihrer Umsetzung einbezogen. Die für die Umsetzung erforderlichen Ressourcen werden auf allen Ebenen systematisch beschafft.

    1. Trägerverein. Wichtige Formen der Einbeziehung sind Anbietertagungen, Zukunftswerkstätten (z.B. im Rahmen der Gold-Verleihung) und elektronische Kommunikation.

    2. Anbieter. Es lassen sich u.a. die regulären Treffen, Klausurtagung und Vor-Ort-Besuch nutzen.

  3. Mitarbeiter. „Kopf, Herz und Hand“ der Programmarbeit sind die Mitarbeiter des Trägervereins und der Programmanbieter, die deren Prozesse, Produkte und Dienstleistungen entwickeln, bereitstellen und immer wieder kritisch hinterfragen. Der kritische Erfolgsfaktor besteht deshalb darin, die benötigten Teams und deren Mitglieder über geeignete Prozesse zu implementieren und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

    1. Trägerverein. Zur Unterstützung dieses Prozesses muss die Hauptamtlichkeit im Koordinationsbüro schrittweise erweitert und mit Hilfe der Londoner Zentrale der Generationswechsel an der Vereinsspitze endlich in die Wege geleitet und vollzogen werden.

    2. Anbieter. Hier bringt über die zusätzliche persönliche Qualifikation der „Blick über den Tellerrand“ durch die Mitarbeit im Multiplikatorennetzwerk besondere Vorteile.

  4. Partnerschaften und Ressourcen. Das Programm lebt auf allen Ebenen von der Kooperation und ist auf Unterstützung angewiesen.

    1. Trägerverein. Für die Umsetzung der Leuchtturmstrategie hilfreiche Anbieternetzwerke sowie nötige lokale Partnerschaften vor allem zu Aktivitäten in den Programmteilen werden vor allem im Rahmen von Managementlehrgang und Vor-Ort-Besuch dargestellt. Die erforderlichen finanziellen Mittel werden vor allem über Anbieter- und Teilnehmerbeiträge, die Bereitstellung der Produkte und Dienstleistungen und eine gute Auslastung der Alten Bahnmeisterei selbst erwirtschaftet.

    2. Anbieter. Vor allem für die Aktivitäten in den Programmteilen erforderliche Kooperationen werden schrittweise erweitert und nachhaltig entwickelt, insbesondere in den Programmteilen Dienst und Talente. Gleiches gilt für die für den Programmteil Expeditionen nötige Infrastruktur.

  5. Prozesse, Produkte und Dienstleistungen. Die Leuchtturmstrategie wird durch entsprechende Prozesse, Produkte und Dienstleistungen umgesetzt.

    1. Trägerverein. Ein Schlüsselprozess ist die Zunahme der Programmanbieter mit einer Lizenzerweiterung für die Goldstufe. Produkte und Dienstleistungen mit dem vierbändigen Handbuch in deutscher und englischer Sprache als Kern werden soweit möglich auf ehrenamtlicher Basis, skalierbar (z.B. das Handbuch als eBook, Beratungen in Form von Skype-Konferenzen, Tagungen zu aktuellen Themen als Webinare, internationales elektronisches Begleitheft, elektronische Teilnehmerbefragungen)***) und unter Einbeziehung leistungsfähiger Leuchttürme entwickelt und bereitgestellt.

    2. Anbieter. Die Prozesse werden möglichst eng mit denen der Organisation verzahnt, für jeden Teilnehmer mit geeigneten Maßnahmen ein herausforderndes persönliches Paket geschnürt, dessen Ausführung wirkungsvoll begleitet, im elektronischen Begleitheft dokumentiert und insgesamt ein ganzheitliches Bild des Programms generiert.

  6. Ergebnisse in Bezug auf Anbieter und Teilnehmer. Unter dem Motto „Du kannst mehr als du glaubst“ ist die Programmarbeit auf allen Ebenen auf deren Nutzen für jeden einzelnen Teilnehmer ausgerichtet. Abschluss- und Übergangsquoten sind als Indikatoren definiert und Deutschland ist Teil der internationalen wissenschaftlichen Untersuchung zu den positiven Auswirkungen der Programmteilnahme. Befragungen, Indikatoren und Untersuchung zeigen, dass sich das Nutzenversprechen erfüllt und die Teilnahme sich lohnt. Für die lizenzierten Organisationen müssen entsprechende Befragungen sowie u.a. eine geringe Abbruchrate zeigen, dass sich der Einsatz des Programms lohnt und merklich zur Umsetzung ihres Leitbilds beiträgt.

  7. Ergebnisse in Bezug auf die Mitarbeiter. Auf allen Ebenen bleiben Mitarbeiter nur auf längere Zeit erhalten, wenn sie auf ihre Arbeit richtig vorbereitet, in dieser soweit nötig unterstützt und nicht (zeitlich) überfordert werden, der nötigen Gestaltungsraum vorhanden ist und Leistungen angemessen anerkannt werden. Wichtigste Kennzahl ist die Mitarbeiterfluktuation. Befragungen und Kennzahlen zeigen, dass die Mitarbeiter mit ihrer Tätigkeit zufrieden sind und sich diese lohnt.

  8. Ergebnisse in Bezug auf Umfeld und Gesellschaft. Die Programmarbeit ist nur von Bestand und kann sich nur zu einem Leuchtturm entwickeln, wenn und soweit sie innerhalb der Organisation verzahnt und anerkannt ist (mit der Konstitution als Schlüsseldokument), vor allem in Bezug auf den Programmteil Dienst in das Gemeinwesen vernetzt ist und die Kriterien für Programmanbieter sowie alle relevanten gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Der entsprechende Nachweis wird alle drei Jahre im Rahmen des Vor-Ort-Besuchs zur Lizenzerneuerung erbracht.

  9. Schlüsselergebnisse. Die Leuchtturmstrategie ist erfolgreich, wenn die Programmarbeit durch ihre positive Wirkung und regelmäßige Darstellung in den relevanten Medien in ihr Umfeld in Organisation und Gemeinwesen sichtbar ausstrahlt und das Feld für die Registrierung bzw. Lizenzierung neuer Organisationen als Anbieterstellen bzw. Programmanbieter bereitet. Jeder neue Anbieter ist ein Schlüsselergebnis, das alle anderen Felder positiv beeinflusst und insbesondere das Ansehen des Programms in der eigenen Organisation und im Gemeinwesen stärkt, mehr Erwachsene zum Mitarbeiten, Organisationen zur Unterstützung und Teilnehmer zur Teilnahme motiviert und nicht zuletzt die Leistungsbereitschaft der Teilnehmer und damit den Erfolg der Teilnahme stärkt.

 

*) Die Handlungs- und Ergebnisfelder der Programmarbeit sind in Band 3 des Handbuchs im Detail beschrieben und mit Beispielen illustriert. **) Auf Anbieterseite nötige Beteiligung wird u.a. im Handbuch, beim Managementlehrgang und im Rahmen des Vor-Ort-Besuchs vermittelt. ***) Details im Produktfahrplan 2017–2019.