Im Februar 1994 fand an der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg in Bruchsal der erste Programmlehrgang in Deutschland statt. Das Foto zeigt Bildungsreferentin Annette Ruckwied, Lehrgangsleiterin Shirley Price, den Leiter der Schule, Branddirektor Hermann Schröder und LJFW Klaus Vogel.
Shirley Price hört auf!
von Klaus Vogel
Textnummer: 650802
Erstellt am 2008/07/27, zuletzt geändert am 2008/09/04
Nach 27 Jahren beendet Shirley Price Ende August 2008 ihre Tätigkeit für den britischen Duke of Edinburgh’s Award und geht in den wohlverdienten Ruhestand. Auch das deutsche Programm, das Shirley insbesondere im Lehrgangsbereich viel zu verdanken hat, wünscht ihr dabei alles Gute!
Nach 27 Jahren beendet Shirley Price Ende August 2008 ihre Tätigkeit für den britischen Duke of Edinburgh’s Award und geht in den wohlverdienten Ruhestand. Auch das deutsche Programm, das Shirley insbesondere im Lehrgangsbereich viel zu verdanken hat, wünscht ihr dabei alles Gute!
In ihrer Aufgabe als „Regional Consultant“ für die Region Europa, Mittelmeer und Arabische Staaten (EMAS) des Weltprogramms, die sie neben ihrer beruflichen Tätigkeit als Koordinatorin der Region „Südost“ des britischen Duke of Edinburgh’s Award ausübte, war Shirley Price eine wichtige Geburtshelferin des deutschen Programms. Bis zu der Anerkennung des Trägervereins 1996 als „National Award Authority“ war sie ein regelmäßiger Gast in Deutschland, u.a. wirkte sie bei den ersten drei Programmlehrgängen in Bruchsal [1319]*), Weil der Stadt [1331] und Hindelang [1441] im Trainerteam mit.
Auch beim Praxisteil (5. Programmlehrgang in Heidelberg) des ersten Trainerlehrgangs half Shirley mit [1332]. Am Ende des ersten Programmlehrgangs besuchte sie im Februar 1994 auch Weinheim und Osterburken, um mit mir und meinem Team über die nächsten Schritte des Programmaufbaus in Deutschland zu sprechen. Das Schottland-Projekt unterstützte sie von seinem Start an [838, 1234, 1153], bei den letzten beiden Durchgängen 1998 [840] und 1999 [841] übernahm sie mit Mike Mumford als „Lagerleiter“ sogar die internationale Koordination. Auch am Ost-West-Treffen 1996 in Stuttgart nahm sie teil [1240].
Darüber hinaus leistete Shirley beim Start bilateraler Kooperationen „Erste Hilfe“, z.B. mit Tschechien (1998), Israel (1999) und Jordanien (2001). Beim ersten Besuch einer finnischen Delegation im September 1998 konnte Shirley leider nicht wie ursprünglich geplant für die ersten zwei Tage nach Deutschland kommen, auch nicht ein Jahr später nach Finnland. Ihr letzter „offizieller“ Auftritt in Deutschland waren Verleihfeier und Mitgliederversammlung an der Frankfurt International School 1999 in Oberursel, wo sie von der Grundsatzdiskussion „Back to the Roots“ in Großbritannien berichtete [1465].
Natürlich gab es viele gemeinsame Stunden beim VE Day 1995 in London [1382] und vor allem bei den EMAS-Konferenzen, die sie erstmals 1996 in Malta [1454] und dann 1999 wieder in Jordanien organisierte. Bei der 3. EMAS-Konferenz 2001 in Gibraltar, an der aus Deutschland Adrian und Rainer teilnahmen, wurde sie als „Regional Consultant“ verabschiedet und Christiane Schlichtung wurde zur ersten EMAS-Regionaldirektorin ernannt [150]. Zuvor hatte Katharina sie in Malta noch beim regionalen Trainerkurs getroffen, den Shirley mitgestaltet hatte [894].
Shirley hat das deutsche Programm entscheidend geprägt. Die deutlichste Spur, die sie hinterlassen hat, ist dessen grundsätzliche Ausrichtung am britischen Duke of Edinburgh's Award im Lehrgangsbereich, beim Programmteil Expeditionen (Anerkennungslegang, Wildnisgebiete) und in Hinblick auf die Qualitätssicherung generell. Vielen Dank, Shirley – und weiterhin alles Gute!
*) In eckigen Klammern wird auf entsprechende NETZWERK-Artikel verwiesen.
