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Europaforum 1993: Vorbild Jugendfeuerwehrarbeit in Großbritannien

von Klaus Vogel

Textnummer: 147400

Erstellt am 2009/01/04, zuletzt geändert am 2009/01/04, begonnen am 1993/07/06

Einer der Beiträge der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg zum 7. Landesfeuerwehrtag in Fellbach war das Europaforum der Jugendfeuerwehren, an dem außer den Gastgebern Jugendfeuerwehrvertreter aus Großbritannien, Österreich, der Schweiz und der Slowakei teilnahmen [Auszug aus dem Gesamtbericht].

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Einer der Beiträge der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg zum 7. Landesfeuerwehrtag in Fellbach war das Europaforum der Jugendfeuerwehren, an dem außer den Gastgebern Jugendfeuerwehrvertreter aus Großbritannien, Österreich, der Schweiz und der Slowakei teilnahmen [Auszug aus dem Gesamtbericht].

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Wichtige neue Erkenntnisse nicht nur für die internationale Arbeit brachte das Europaforum, an dem Jugendfeuerwehrvertreter aus Großbritannien, Österreich, der Schweiz und der Slowakei teilnahmen. Als Tagungsunterlage wurde den Teilnehmern, darunter auch viele Führungskräfte aus dem aktiven Bereich, die neue Hydrant-Arbeitsmappe Jugend und Europa ausgehändigt. Musikalisch umrahmt wurde die Tagung, zu deren Beginn auch der Verbandsvorsitzende Rolf Englerth ein Grußwort sprach, vom Jugendorchester der Stadt Fellbach.

In der als Podiumsdiskussion (Moderation und z. Tl. Dolmetscher: Uwe Seehaus) arrangierten Veranstaltung gaben die Vertreter der Gastländer zunächst kurze Statements zur Jugendfeuerwehrarbeit in ihren Ländern ab, Vertreter der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg berichteten über internationale Projekte in Russland (Reinhardt Bienert) und Italien (Marco Heck). Die gewählte Veranstaltungsform zahlte sich schnell aus: erstmals gelang es, auch das Publikum in die Diskussion (Eintrittsalter, Mädchen, Altersgliederung...) einzubeziehen.

Einen besonderen Leckerbissen stellte der Beitrag der Freunde aus Birmingham dar. War vor kurzem nicht einmal bekannt, dass es jenseits des Kanals überhaupt Jugendfeuerwehrarbeit gibt, so konnte während des Europaforums und in vielen weiteren Gesprächen festgestellt werden, dass die noch junge und kleine Organisation bereits heute die Jugendarbeit praktiziert, die bei der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg noch mehr oder weniger Zukunftsmusik ist.

Während es in Baden-Württemberg mit Berufsfeuerwehren schon Diskussionen darüber gab, ob Jugendfeuerwehrarbeit nun Jugendarbeit ist oder nicht, sind es hier Berufsfeuerwehrangehörige, die eine höchst qualifizierte Jugendarbeit leisten – u.a. mit dem Ergebnis, dass der Mädchenanteil in den Gruppen 50 Prozent beträgt! Während in den deutschen Jugendfeuerwehren Kurt Hahn und seine Pädagogik, auf die sich Benno Ladwig 1964 bei der Gründung der Deutschen Jugendfeuerwehr noch explizit berufen hatte, fast in Vergessenheit geraten sind, nehmen die britischen Gruppen mit 100000 anderen Jugendlichen an dem vom „Vater der Erlebnispädagogik 1956 eingeführten Duke of Edinburgh’s Award teil.

Festgestellt wurde einvernehmlich, dass eine europäische Koordination der Jugendfeuerwehrarbeit dringend notwendig ist und das Treffen nur ein erster Anfang gewesen sein kann. Hier wird die Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg auf Bundesebene weiterhin initiativ bleiben, unabhängig davon, ob die von uns seit längerem geforderte Einführung eines DJF-Ressorts „Europa“ nun gelingt oder nicht. Insbesondere die mit Hilfe einer HYDRANT-Umfrage im Vorfeld des Forums begonnene Datenbank „JF-Begegnung in Europa“, in die Jugendfeuerwehren mit bestehenden oder beabsichtigten Europakontakten aufgenommen werden, wird mit Nachdruck weiter ausgebaut werden.

Speziell mit den Vertretern der „West Midlands Fire Service Young Firefighters’ Association“ wurde vereinbart, im Jahr 1994 in Großbritannien eine Jugendgruppenleiterfreizeit durchzuführen.

Quellen: Brandhilfe 8/93, HydrantBRIEF 5/93 [1335 alt]