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Odenwald 2009: Silber-Expeditionsgruppe betätigt sich unterwegs spontan als Bauhelfer

von der NETZWERK-Redaktion

Textnummer: 671600

Erstellt am 2009/05/25, zuletzt geändert am 2009/06/14

Am Sonntagmorgen endete in der Alten Bahnmeisterei die dritte deutsch-schweizerische Expeditionsveranstaltung, bei der neben Unternehmungen auf der Silberstufe zum ersten Mal auch eine „volle“ Gold-Probetour erfolgreich durchgeführt wurde.

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Am Sonntagmorgen endete in der Alten Bahnmeisterei die dritte deutsch-schweizerische Expeditionsveranstaltung, bei der neben Unternehmungen auf der Silberstufe zum ersten Mal auch eine „volle“ Gold-Probetour erfolgreich durchgeführt wurde.

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„Odenwald 2009“ begann am Dienstagabend mit der Anreise der Gruppen des Schulheims Röserental (Liestal, Kanton Basel-Landschaft, Schweiz) im „Basislager“ Alte Bahnmeisterei in Osterburken. Highlight des dritten Durchgangs war die erstmals im Rahmen der deutsch-schweizerischen Expeditionsveranstaltung durchgeführte Gold-Probetour. Unter dem Motto „Auf den Spuren der Römer“ legte die vierköpfige Gruppe (drei Schweizer, ein Deutscher) wie bei einer „richtigen“ Gold-Expedition an vier Tagen mehr als 80 Kilometer im Wildnisgebiet Odenwald zurück. Vom Start am Mittwochmorgen in Breitenbronn in Hessen führte die Route durch den hessischen, bayrischen und baden-württembergischen Odenwald und endete am Samstagnachmittag an der Alten Bahnmeisterei. Passend zum Thema war man in der Römerstadt beim Ausheben einer Baugrube gerade auf ein Stück Limesgraben gestoßen, auf dessen Reste nach der Rückkehr ein Blick geworfen werden konnte. Besonderes Lob erhielt die Gruppe für die jeden Tag selbst zubereitete warme Mahlzeit – „Tütenessen“ war tabu!

Für die Unternehmungen auf der Silberstufe wurde die Bauland-Region östlich von Osterburken genutzt. Den Teilnehmern der Silber-Probetour, die als einzige mit dem Zelt unterwegs war, kam es dabei vor allem darauf an, Erfahrungen mit dem „Zwei-Mal-Übernachten“ zu sammeln. Die Route der deutschen Gruppe hatte deshalb nicht die für die Silber-Expedition vorgeschriebenen vollen 48 Kilometer Länge – auch, weil einige der Jungs nach der Rückkehr am Samstag noch Fußball spielen mussten. Als Abschlussunternehmung hatte dagegen die schweizerische Silbertour im Rahmen ihrer Dreitagestour das volle Kilometer-Pensum zu meistern. Am Nachmittag der zweiten Tagesetappe betätigte sich die Gruppe außerdem auf einem Bauernhof spontan für anderthalb Stunden als Bauhelfer – „die alten Leute hatten Probleme, ein Fenster einzubauen.“ Dank der hervorragenden Ausbildung und Vorbereitung musste keine Gruppe beschattet werden – auch nicht die Silber-Probetour.

Wie schon in den beiden Vorjahren wurden die Besuche in den Biwaks gezielt zur Erkundung neuer Plätze genutzt; dabei wuchs die Liste Bauland/Odenwald auf nun drei Dutzend Einträge (meist Aussiedlerhöfe) an. Zu den Neueinträgen gehören auch alle drei Biwakplätze der Gold-Probetour sowie das „Biwak 2“ der Silbertour. Die abendlichen Diskussionen im „Basislager“ drehten sich unter anderem um die Zielsetzung von Expeditionen, die speziellen Optionen „Erkundung“ und „Besondere Naturunternehmung“, die Routenplanung (Bedeutung der Prüfpunkte bei der Streckentabelle, Vermittlung des morgendlichen „frühen Starts“ bei Ausbildung und Probetouren), die Kontrolle der Etappen-Ankunftszeiten durch die Gruppe bei Ausbildung und Probetouren, geeignete Reflexionsmethoden sowie das Anmeldesystem für Gold-Expeditionen. Nach vier Jahren soll bei „Odenwald 2010“ erstmals der Schwerpunkt auf die Betreuerausbildung gelegt werden; geplant ist ein erweiterter Grundlehrgang.