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ESM: Gold-Expedition 2011 in Norwegen

Vier Mädchen auf Gold-Expedition im Rondane National Park in Norwegen

von Ciara Delaney, Europäische Schule München

Textnummer: 726001

Erstellt am 2011/09/07, zuletzt geändert am 2011/10/19

Ausgeschlafen und mit guter Stimmung ging es los. Um Tempo zu gewinnen, sangen wir Teamlieder, die wir während der Probetour erfunden hatten. Überraschenderweise half dies, sodass wir zeitgerecht und froh an unserem ersten Übernachtungsplatz ankamen.

von Ciara Delaney, Europäische Schule München

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Ausgeschlafen und mit guter Stimmung ging es los. Um Tempo zu gewinnen, sangen wir Teamlieder, die wir während der Probetour erfunden hatten. Überraschenderweise half dies, sodass wir zeitgerecht und froh an unserem ersten Übernachtungsplatz ankamen.

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„Ohne Fitnessplan werdet ihr die Expedition nicht schaffen!“ hieß es vor den Sommerferien mehrere Male. Wir haben uns über diese Bemerkung etwas lustig gemacht, schließlich hatten wir alle anderen Stufen ohne vorbereitenden Fitnessplan geschafft. Doch als wir am dritten Tag das Laufen anfingen, merkten manche unserer Gruppe, dass ein Fitnessplan vielleicht doch keine so eine schlechte Idee gewesen wäre…

Unsere Abschlussexpedition führte uns diesen August zum Rondane National Park in Norwegen. Als Gruppe von vier Mädchen*) stellte die Einteilung von Gewicht am Abend vor der Expedition schon das erste Problem dar, denn jeweils ca. 13-15 kg incl. Wasser zu tragen ist für vier Tage schon recht wenig. Nach vielen Kompromissen und Packversuchen haben wir es aber doch noch geschafft, alles gewichtgerecht zu verteilen.

Ausgeschlafen und mit guter Stimmung ging es am Donnerstag (25.08.2011) los. Nachdem wir wegen einem kleinen Umweg durch Heide und Sumpf für die ersten zwei Kilometer eineinhalb Stunden brauchten, hieß es eine Weile schneller laufen, um Zeit aufzuholen. Dazu sangen wir Teamlieder, die wir in Schottland während der Probetour erfunden hatten. Überraschenderweise half dies, sodass wir zeitgerecht und froh an unserem ersten Übernachtungsplatz ankamen.

Der zweite Tag sollte einer der kürzeren Tage sein, und da es nachts nur wenig Wind gegeben hatte und die Sonne in der Früh schon schien, wurden die Schmerzen vom ersten Tag einfach beiseite gelegt. Die gute Laune änderte sich etwas, nachdem wir eine lange Zeit einen guten Platz zum Flussüberqueren suchten und unser Weg wegen dem vielen Regen in den Vortagen eher selber schon ein Fluss geworden war. Mit Blick auf den Bodenzustand nahmen wir uns vor, zwei Kilometer weiter als ursprünglich geplant zu marschieren, um so einen besser geeigneten Boden zum Zelten zu finden. Obwohl der Weg am Ende des Tages recht steil und voller Geröll war, schafften wir es abends kurz vor Sonnenuntergang aufgebaut, gegessen und diese zwei Kilometer geschafft zu haben.

Der dritte Tag ist in sportlicher Hinsicht immer der schlimmste, da man hier den Muskelkater vom ersten Tag richtig stark fühlt – und auch wenn wir darauf gehofft hatten, dass das bei uns nicht so sein würde, kam es genau so. Der Regen, kalte Wind und die Tatsache dass wir 24 km zurücklegen mussten, machten es auch nicht leichter, unsere Gruppe zu motivieren. Als wir dem Ende vom Tag nahten, ließen bei manchen auch die Energie und das Durchhaltevermögen nach. Aber wir schafften es doch, endlich an unserem Zeltplatz anzukommen.

Auch wenn es am vierten Tag regnete, dachten wir nicht viel darüber nach, denn die sichere Dusche und die Toilette bei der Hütte waren uns viel wichtiger. Nachdem wir die letzten steilen Berge hinauf und hinab gewandert waren, die letzten Flüsse überquert hatten und die letzten Kilometer hinter uns lagen, kamen wir alle heil wieder an unsere Hütte zurück.

Mit einem großen Teamessen beendeten alle vier Gruppen die schweren aber auch schönen vier Tage und fielen froh und übermüdet in ein richtiges Bett. Diese super Erfahrung wäre aber ohne unsere tollen Aufsichtspersonen Alistair, Chris, Grant, „Goose“, Marie-Claude und Mary und unserem norwegischem Gutachter Thomas nicht möglich gewesen, darum wollen wir ihnen nochmal ein herzliches Dankeschön aussprechen: Takk!

 

*) Außer der Verfasserin noch Nicola Semple, Alice Giroul and Adele Godrie