Immer wieder führen die Touren im Hochland auch in die schottische Geschichte – hier beim Biwakplatz auf die Reste einer Siedlung.
Highlands 98: Auf dem Weg zum Europaprojekt
von der NETZWERK-Redaktion
Textnummer: 084002
Erstellt am 2008/07/27, zuletzt geändert am 2008/09/02
Das Grundkonzept und die positiven Erfahrungen der Vorjahre hatten dazu geführt, dass das Weltprogramm mit seinem Europabüro das deutsche Koordinationsbüro als Veranstalter ergänzte und u.a. die internationale Ausschreibung und die gesamte finanzielle Abwicklung vor Ort übernahm.
Das Grundkonzept und die positiven Erfahrungen der Vorjahre hatten dazu geführt, dass das Weltprogramm mit seinem Europabüro das deutsche Koordinationsbüro als Veranstalter ergänzte und u.a. die internationale Ausschreibung und die gesamte finanzielle Abwicklung vor Ort übernahm.
Highlands ‘98 aus Sicht des Veranstalters…
Nach 1996 und 1997 fand im Sommer 1998 die dritte Maßnahme des „Highlands“-Projekts des Internationalen Jugendprogramms in Schottland statt. Im Zentrum der Aktivitäten der zweiwöchigen internationalen Jugendbegegnung mit der bekannten Rannoch School (Mitglied der weltweiten „Round Square Conference“ von Kurt-Hahn-Schulen, zu der in Deutschland die Internate Salem, Biklehof und Louisenlund gehören) stand wie schon in den Vorjahren die gemeinsame Vorbereitung, Durchführung und Reflexionvon Drei- und Viertagestouren nach den Richtlinien des Internationalen Jugendprogramms, d.h. von Expeditionen auf der Silber- und Goldstufe, im Zentrum der Aktivitäten. Ebenso wie 1996 und 1997 gab wurde die Begegnungsmaßnahme mit kooperativen Abenteuerspielen eröffnet und mit einem Besuch bei Tattoo und Festival in Edinburgh (allerdings ohne die tschechischen und deutschen Teilnehmer, die bereits früher abreisen mußten), beendet, und ebenso wie in den Vorjahren wurden nach den Touren die Highland Games besucht (dieses Mal die Aberfeldy Show), gemeinsam ein viertägiges Sportprojekt (u.a. Kajakfahren, Segeln und Volleyball) gestaltet und ein internationaler Abend durchgeführt.
Aber es gab auch wichtige Unterschiede zu 1996 und 1997. Der wichtigste: das Grundkonzept und die positiven Erfahrungen der Vorjahre hatten dazu geführt, dass der Jugendprogramm-Weltverband mit seinem Europabüro das deutsche Koordinationsbüro als Veranstalter ergänzte und z.B. die internationale Ausschreibung und die gesamte finanzielle Abwicklung vor Ort übernahm. Um auch nach außen zu demonstrieren, dass aus einem deutschen Projekt mit starker internationaler Beteiligung ein internationales Projekt mit starker deutscher Beteiligung geworden war, wurde Charles Cilia, Programmkoordinator in Malta, mit der Schirmherrschaft beauftragt, und Mike Mumford (Burgberg/London), der sowohl für das deutsche Programm wie für das Europabüro tätig ist, mit der Lagerleitung. Unterstützt wurde er hierbei vom deutschen Programmkoordinator Klaus Vogel, dem Erfinder des Projekts und dessen Leiter in den Vorjahren, und insgesamt weiteren acht deutschen Helfern.
Mit sechs beteiligten Ländern (Deutschland, Großbritannien, Irland, Tschechien, Belgien und Malta) war „Highlands ‘98“ wiederum ein großer Erfolg. Der erste Schritt auch zu einer „organisatorischen Internationalisierung“ hat sich bewährt und wurde durch die Einrichtung eines internationalen Leitungskomitees für „Highlands ‘99“ konsequent fortgesetzt. Gegen Ende der Maßnahme gelang es auch, die in den Vorjahren bewährte, aber im Zuge der organisatorischen Internationalisierung irgendwie auf der Strecke gebliebene regelmäßige Lagerrunde aller Teilnehmer wieder zu institutionalisieren und – auch für die Folgejahre – in Ergänzung zu den Treffen der Gruppenleiter in das Tagesprogramm aufzunehmen.
Bis auf die Angebote auf dem Wasser und die selbst veranstalteten Mannschaftsspiele war das wegen der neuen britischen Gesetzesvorschriften in Kooperation mit einem kommerziellen Anbieter durchgeführten Sportaktivitäten nicht zufriedenstellend, vor allem nicht angesichts ihres hohen Preises infolge des Pfundkurses. Im nächsten Jahr wird stattdessen, ggf. in Kooperation mit örtlichen Organisationen, in der zweiten Woche auf einen entsprechenden deutschen Vorschlag hin eine „Umweltbaustelle“ in das Programm aufgenommen, bei der z.B. gemeinsame Renovierungsarbeiten an Trockenmauern oder im Forst denkbar sind. Die sehr erfolgreichen Sportaktivitäten an der Rannoch School (Mannschaftsspiele wie Volleyball oder Baseball) sollen natürlich beibehalten werden.
Erstmals fand im Rahmen des Lagers auch ein „European Meeting“, d.h. eine offizielle Tagung der Jugendprogramm-Verantwortlichen in Europa statt, an dem auch der neue britische Programmdirektor, Vizeadmiral Michael Gretton, teilnahm. Außerdem wurde im Rahmen von „Highlands ‘98“ eine umfassende deutsch-tschechische Kooperation vereinbart; ein erstes Treffen soll bereits im November 1998 in Prag stattfinden.
…und der Jugendlichen
Die zweimal jährlich erscheinende Jugendprogramm-Weltzeitschrift „Award World“ berichtet in ihrer jüngsten Ausgabe (Nr. 42, September 1998) jeweils mit Foto über alle drei internationalen Begegnungen, die vom deutschen Koordinationsbüro in diesem Jahr bis einschließlich August veranstaltet bzw. mitveranstaltet wurden: über das Himalaja-Projekt (S. 7), das Skiprojekt (S. 19) und unter der Überschrift „From the Editor“ über das Schottlandprojekt (S. 22):
In August I was very fortunate to attend Highlands ‘98, my first taste of what an Expedition and Residential Project entails. And what an experience it was! It was a pleasure to meet the eclectic mixture of leaders and participants from Belgium, Germany, Ireland, Malta, Czech Republik, and the United Kingdom as well as all the organisers – the backbone of any successful event.
Fourty young people gathering from a variety of countries is indeed a wonderful adventure for those involved (if my experience at Highlands ‘98 is anything to go by!). You not only make new friends, learn important life-skills, but also get a valuable insight into other cultures which no geography or socioalogy lesson can provide.
Gold Award holder, Richard Coleman, says of Highlands ‘98:
„The Award is a funny thing. I would usually have dismissed the idea of joining an open Gold Award Expedition/Residential but for some reason this one changed my mind. Highlands ‘98 was organised by Mike Mumford to enable international participants to come together and complete their Award in the breathtaking Scottish Highlands. However, it was so much more than simply this.
The Scottish peaks provided a challenging environment for the Expedition but all of the participants successfully completed it and not even blistered feet could stop us celebrating once back at base.
Next came the Residential Project where days werde filled with activities such as sailing, canoeing, skiing and even learning to play the bagpipes! The whole experience was enjoyed by both leaders and participants, and many international friendships were made…“
[113/1]
