Baden-Württemberg: Ministerium weist auf steigende Zeckengefahren hin
Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit und Soziales
Textnummer: 580502
Erstellt am 2006/04/24, zuletzt geändert am 2008/09/02
Von Zecken könne vor allem eine durch Viren bedingte besondere Form der Hirnhautentzündung, die so genannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sowie die durch Bakterien verursachte so genannte Lyme-Borreliose hervorgerufen werden.
Von Zecken könne vor allem eine durch Viren bedingte besondere Form der Hirnhautentzündung, die so genannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sowie die durch Bakterien verursachte so genannte Lyme-Borreliose hervorgerufen werden.
STUTTGART, 12. APRIl 2006 – Das Ministerium für Arbeit und Soziales hat vor den von Zecken ausgehenden Gesundheitsgefahren gewarnt. Mit Anstieg der frühlingshaften Temperaturen wachse das Risiko sich mit einem durch Zecken übertragbaren Krankheitserreger anzustecken. „Zecken vermehren sich jetzt wieder verstärkt. Gleichzeitig zieht es viele Menschen u.a. zum Joggen und Wandern in die Natur. Dabei sollten Zeckenbisse nicht auf die leichte Schulter genommen werden“, warnte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz.
Von Zecken könne vor allem eine durch Viren bedingte besondere Form der Hirnhautentzündung, die so genannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sowie die durch Bakterien verursachte so genannte Lyme-Borreliose hervorgerufen werden. Dabei hat die Auswertung klinischer Daten von mehr als 1.000 Patienten, die nach einem Zeckenstich an einer FSME erkrankt waren, gezeigt, dass Menschen mit zunehmendem Alter schwerere Krankheitsverläufe aufweisen.
Nach jedem Aufenthalt in freier Natur solle Kleidung und Haut nach Zecken abgesucht und diese sofort entfernt werden. Dabei biete möglichst geschlossene Kleidung einen guten Schutz, erläuterte die Ministerin. „Gegen FSME gibt es außerdem einen wirksamen Impfstoff. Die Impfung ist für ganz Baden-Württemberg ohne geografische Einschränkung öffentlich empfohlen.“ Der FSME-Erreger komme gehäuft im Süden Deutschlands vor. In Baden-Württemberg ist nach Angaben des Landesgesundheitsamtes die Zahl der Erkrankten von 134 im Jahr 2004 auf 165 im Jahr 2005 gestiegen.
Die FSME-Impfung biete allerdings keinen Schutz gegen die Lyme-Borreliose. Bei rechtzeitigem Erkennen sei diese Erkrankung jedoch gut mit Antibiotika zu behandeln. Als frühes Kennzeichen trete häufig wenige Stunden bis etwa noch drei Wochen nach dem Zeckenstich eine kreisförmige, sich von der Einstichstelle her ausbreitende Hautrötung auf. „Beim Auftreten solcher Symptome sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden“, so die Ministerin.
Weitere Informationen geben unter anderen die Gesundheitsämter. Auch im Internet gibt es vielfältige Informationen wie beispielsweise unter: http://www.zecke.de; http://www.rki.de; http://www.dgk.de.
