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Finnland 3: Auf dem Feldberg

Finnland 3: Jugendprogramm auch für Benachteiligte!

von der NETZWERK-Redaktion

Textnummer: 108501

Erstellt am 2008/10/11, zuletzt geändert am 2008/10/11, begonnen am 2000/06/08

Einmal mehr setzte ein deutsch-finnisches Führungsseminar Zeichen. Beim dritten gemeinsamen Workshop in den Pfingstferien 2000 stand der Einsatz des Programms an Förder- und Sonderschulen, Heimen und Problemfeldern der offenen Jugendarbeit im Zentrum der Beratungen.

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Einmal mehr setzte ein deutsch-finnisches Führungsseminar Zeichen. Beim dritten gemeinsamen Workshop in den Pfingstferien 2000 stand der Einsatz des Programms an Förder- und Sonderschulen, Heimen und Problemfeldern der offenen Jugendarbeit im Zentrum der Beratungen.

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„Das Internationale Jugendprogramm ist wegen seiner Flexibilität und seines ganzheitlichen Ansatzes DIE Chance für junge Leute, die es im Leben nicht so einfach haben.“ So heißt es in der gemeinsamen Abschlusserklärung zum dritten deutsch-finnischen Fachkräfteaustausch, der zum Thema „Jugendprogramm für Benachteiligte“ im Juni in Baden-Württemberg stattfand. Vereinbart wurde, die jährlichen Spitzengespräche um Treffen auf Ebene der Programmanbieter zu erweitern. Außerdem wurden im Schwarzwald und den Vogesen neue Möglichkeiten für Naturunternehmungen erkundet und Ergebnisse und Perspektiven des Programmaufbaus in beiden Ländern diskutiert. „Der Besuch in Deutschland hat sich wieder einmal gelohnt“, bedankte sich Olli Saarela, Abteilungsleiter Jugend im finnischen Kultusministerium, abschließend.

Gastgeber des ersten Teils der Veranstaltung mit dem Schwerpunkthema „Jugendprogramm für Benachteiligte“ war die Nikolauspflege in Stuttgart, eine Ausbildungsstätte für Sehbehinderte und Blinde, die Ende 1999 eine Lizenz als Programmanbieter erworben hatte. Eine Besichtigung der Einrichtung, verbunden mit Vorführungen und praktischen Übungen, bildete den Ausgangspunkt für die Darstellung der Jugendprogrammkonzeption und -arbeit der Einrichtung. Wie Programmleiter Andrew Holzke berichtete, würde 14 Programmteilnehmer in der Pilotgruppe mitmachen, vier Mitarbeiter sorgten für die erforderliche Betreuung und Begleitung. „Schwierigster“ Programmteil sei die Expedition.

Auf Grundlage weiterer Berichte des Jugendstifts Sunnisheim in Sinsheim, des Kinderzentrums Augsburg und der Förderschule Lorch sowie einem Referat zum Thema „The Award and Young People with Special Needs“ von Katharina Vogel wurden die besonderen Chancen des Programms für dieses Zielgruppe und die speziellen Herausforderungen für Programmanbieter in diesem Bereich analysiert und in der „Stuttgarter Erklärung“ zusammengefasst. Für die anstrengende zweitägige Seminararbeit in Stuttgart wurden die Teilnehmer abschließend mit einem Besuch im Varieté entschädigt.

„Basislager“ für den zweiten Teil der Veranstaltung, in dem die bisherigen Ergebnisse vertieft, Fragen der Kooperation erörtert und Möglichkeiten für internationale Jugendbegegnungsmaßnahmen rund um den Programmteil "Expeditionen" im Schwarzwald und den Vogesen erkundet wurden, war die Jugendbildungsstätte des Badischen Turnerbundes in Altglashütten. Nach der „Begegnung mit der Kultur“ in der Schwabenmetropole waren hier die Teilnehmer in Sachen „Natur“ gefordert – bei „Walking Talks“ auf den Feldberg und den Hohneck auf dem Vogesenkamm.

Mit einem letzten Seminarblock zum Thema „Jugendprogramm in Finnland“ im Katholischen Jugendbüro in Freiburg wurden die inhaltlichen Arbeiten am sechsten Tag des Fachkräfteaustauschs abgeschlossen. Nach einer ausführlichen Stadtbesichtigung ging es zum Abschlussabend an den Kaiserstuhl.