Planspiel: Spielregeln
von der NETZWERK-Redaktion
Textnummer: 610503
Erstellt am 2007/02/13, zuletzt geändert am 2008/09/15, begonnen am 2005/02/19
Die folgenden Regeln wurden für die „Planspiel-Premiere“ bei der Sommerschule 2006 erarbeitet und werden seither von Leitungslehrgang zu Leitungslehrgang weiterentwickelt. Die Lehrgangsteilnehmer machen sich im ersten Spieldurchgang damit vertraut.
von der NETZWERK-Redaktion
Textnummer:
Erstellt am: 19. Februar 2005, geändert am:
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Die folgenden Regeln wurden für die „Planspiel-Premiere“ bei der Sommerschule 2006 erarbeitet und werden seither von Leitungslehrgang zu Leitungslehrgang weiterentwickelt. Die Lehrgangsteilnehmer machen sich im ersten Spieldurchgang damit vertraut.
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Ausgangslage („Szenario“) und Rollenbeschreibungen sind bindend. Die Rollen sollen weiter ausgestaltet, dürfen aber nicht verändert werden. Veränderungen müssen mit der Spielleitung abgesprochen werden.
Jede Gruppe dokumentiert das Spiel systematisch für sich in einem für ihre Mitglieder leicht zugänglichen Ordner. Darin werden Kopien bzw. Ausdrucke aller Spielschrittankündigungen einschließlich Arbeitsergebnissen, Briefen, Protokollen etc., die sie betreffen, abgelegt. Die Spielleitung trägt jeden Spielschritt außerdem mit der laufenden Nummer in die zentrale Wandzeitung bzw. Übersichtstafel im PC-Netzwerk ein (vgl. „Raster Spielschrittdokumentation“). Der Verweis auf das Ergebnis (z.B. „Protokoll“, „Ungültig“) wird aufgenommen, sobald dieses vorliegt.
Kontakte zwischen den Gruppen werden über die Spielleitung aufgenommen. Dies gilt auch, wenn ein PC-Netzwerk eingesetzt wird.
Die Gruppen melden die Spielschritte mit dem Formular „Spielzugankündigung“ in mehrfacher Ausfertigung an:
eine Ausfertigung zum Verbleib bei der Gruppe
eine Ausfertigung für die Spielleitung;
je eine Ausfertigung für die Gruppen, die angesprochen werden sollen.
Wird ein PC-Netzwerk eingesetzt, sind als Anlage nur Kopien von nicht-digitalisierten Ergebnissen (z.B. Skizze eines Flyers) erforderlich.
Die Spielzugankündigung wird an die Spielleitung übermittelt und der Eingang von dieser bestätigt.
Die Spielleitung entscheidet über den Spielzug. Sie kann ihn verweigern, für ungültig erklären oder abändern, wenn Verstöße gegen die Spielregeln gemacht werden, der Spielschritt unrealistisch ist, die Entscheidungsbefugnis der Absendergruppe überschritten wird oder Entscheidungen für andere Gruppen gemacht werden.
Die Entscheidungen der Spielleitung sind bindend. Wenn eine Gruppe mit einer Entscheidung nicht einverstanden ist, kann sie Widerspruch anmelden. Widersprüche werden von der Spielleitung vorrangig behandelt.
Die Spielleitung darf die angespielte Gruppe nicht in ihren Reaktionen beeinflussen.
Benötigen Gruppen zusätzliche Information (z.B. Rechtsberatung, Expertenauskünfte usw.), so können sie die Spielleitung um Hilfe bitten.
Während der Spielpausen ruht auch das Spiel.
Über alle Kontakte werden Protokolle angefertigt (vgl. Formular „Protokoll“). Bei Briefen oder E-Mails sind Durchschriften vorzulegen (solche Kopien entfallen bei Verwendung eines PC-Netzwerkes).
Die Spielleitung simuliert die Außenwelt. Sie kann
neue Informationen einspielen;
eigene Spielschritte tätigen;
Gruppen vertreten, die nicht im Spiel sind.
Die Spielleitung ist für die Zeitorganisation verantwortlich. Sie kann
Zeitbegrenzungen vorschreiben;
Spielstopp, Zeitsprung usw. vorschlagen.
Die Vollversammlung aller Spielteilnehmer
dient der Zwischenreflexion;
verhandelt über den Spielverlauf;
behandelt unlösbare Konflikte zwischen der Spielleitung und einzelnen Gruppen.
kann von der Spielleitung und den Gruppen beantragt werden – die Genehmigung läuft als „vorrangiger“ Spielschritt über die Spielleitung.
