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DBJR: „Endlich Taten statt Worte – und das schnell!“

Pressemitteilung des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR)

Textnummer: 646202

Erstellt am 2008/05/30, zuletzt geändert am 2008/09/02

Aus Anlass des dritten „Armuts- und Reichtumsbericht“ der Bundesregierung fordert der Deutsche Bundesjugendring eindringlich den Ausbau der notwendigen Infrastruktur wie kostenlose ganztägige Angebote in Kindertageseinrichtungen für alle Kinder ab dem 1. Lebensjahr.

Aus Anlass des dritten „Armuts- und Reichtumsbericht“ der Bundesregierung fordert der Deutsche Bundesjugendring eindringlich den Ausbau der notwendigen Infrastruktur wie kostenlose ganztägige Angebote in Kindertageseinrichtungen für alle Kinder ab dem 1. Lebensjahr.

BERLIN, 29.05.2008 – „Kinderarmut steht bereits seit vielen Jahren auf der politischen Tagesordnung, aber die Problemlage ändert sich nicht. Jede neue Studie zeigt, die Zahl der Kinder, die in Armut aufwachsen, wächst zunehmend.“ Für Andrea Hoffmeier, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendrings, kann dies nicht länger hingenommen werden: „Politik muss umgehend mit effektiven Taten gegen Kinderarmut vorgehen. Kindern, die jetzt in Armut leben, muss schnell geholfen werden. Gleichzeitig müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass die Lebenschancen benachteiligter Kinder in Deutschland schnell und dauerhaft verbessert werden.“

Die aktuellen Studien und Berichte zur Armut in Deutschland zeigen nach Auffassung des Deutschen Bundesjugendrings besorgniserregende Entwicklungen. Egal ob der UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland, der 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung oder das Dossier zu Armutsrisiken von Kindern und Jugendlichen in Deutschland von PROGNOS – drei Aussagen kann der Deutsche Bundesjugendring allen entnehmen: Viel zu viele Kinder und Jugendliche in Deutschland sind arm, die Kluft zwischen benachteiligten und nicht benachteiligten Kindern wächst und nach wie vor haben Kinder von Arbeitslosen und Alleinerziehenden sowie Kinder mit vielen Geschwistern ein deutlich höheres Armutsrisiko.

Egal ob jedes achte oder gar jedes sechste Kind in Deutschland als arm zählt, entschieden zu viele Kinder sind es auf alle Fälle. Der Deutsche Bundesjugendring fordert deshalb eindringlich, den Ausbau der notwendigen Infrastruktur - wie kostenlose ganztägige Angebote in Kindertageseinrichtungen für alle Kinder ab dem 1. Lebensjahr – schnell umzusetzen als auch die Verbesserungen der staatlichen Transferleistungen, die am Ende in ein Grundeinkommen münden müssen, zu verwirklichen.