Studie: „Junge Menschen aktiv und verantwortungsvoll“
Pressemitteilung BMFSFJ/Red.
Textnummer: 272002
Erstellt am 2008/07/05, zuletzt geändert am 2008/09/02
Eine Untersuchung des Mannheimer Instituts für praxisorientierte Sozialforschung (ipos) zu Lebenssituation und Einstellung von Jugendlichen zeigt hohes Maß an Flexibilität, Mobilitätsbereitschaft und Zivilcourage in der jungen Generation.
Eine Untersuchung des Mannheimer Instituts für praxisorientierte Sozialforschung (ipos) zu Lebenssituation und Einstellung von Jugendlichen zeigt hohes Maß an Flexibilität, Mobilitätsbereitschaft und Zivilcourage in der jungen Generation.
Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, hat die von ihrem Ministerium in Auftrag gegebene Studie „Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland'“ vorgestellt. Für die Studie des Mannheimer Instituts für praxisorientierte Sozialforschung (ipos) wurden ca. 2.000 Jugendliche und junge Erwachsene zu ihren aktuellen Lebenseinschätzungen und Einstellungen befragt.
„Ich freue mich sehr über die Ergebnisse der Studie, weil sie zeigen, dass die jungen Menschen in Deutschland aktiv und verantwortungsvoll sind“, sagte Bundesministerin Renate Schmidt anlässlich der Veröffentlichung. „Sie gehen motiviert an ihr Leben heran und schrecken auch vor Herausforderungen nicht zurück. Das zeigt sich zum Beispiel in der Bereitschaft, für einen Arbeitsplatz in eine neue Stadt oder Region umzuziehen.“
Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Studie die fortwährende Annäherung zwischen Ost- und Westdeutschen. Lebensbedingungen, Werteorientierungen und die Einstellungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterscheiden sich 13 Jahre nach der Wiedervereinigung kaum noch. Lediglich bei der Einstufung von Arbeitslosigkeit und der wirtschaftlichen Lage als wichtigstes persönliches Problem weichen die Werte in Ost und West deutlich voneinander ab.
Die ipos-Studie ist eine repräsentative Zeitreihenuntersuchung und liegt mit der aktuellen Ausgabe jetzt bereits in vier Wellen vor. Die rund 2.000 Befragten zwischen 14 und 27 Jahren wurden zu ihrer Wohnsituation, ökonomischen Situation (Arbeitsplatzsicherheit, Bereitschaft zur Mobilität etc.), sozialer und familiärer Situation, religiösen Einstellungen, Freizeitgestaltung (einschließlich gesellschaftliches Engagement), politischen Einstellungen, Einstellungen zu Gewalt und Einstellungen zu Ausländerinnen und Ausländern befragt. Neue, bzw. verstärkte Schwerpunkte der Studie sind neben der Einstellung zu Ausländerinnen und Ausländern und zu Gewalt auch der Umgang mit Konfliktsituationen sowie der Umgang mit neuen Technologien, Mediennutzung und Medienkompetenz. Erstmals wurden auch Jugendliche mit Migrationshintergrund in einer Sonderstichprobe befragt.
Die Studie hat 186 Seiten steht auf dem Server des BMFSFJ als PDF-Datei (1 MB) zum Download bereit.
