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„Und alle gehen studieren!?“: Vorwort

von Klaus Vogel

Textnummer: 543102

Erstellt am 2005/06/05, zuletzt geändert am 2008/09/02

Zum 5. Bundestreffen in Stuttgart hat Tabea Kroll eine NETZWERK-Arbeitsmappe mit einer Kurzfassung ihrer Diplomarbeit über die Auswirkungen des Programms auf die Teilnehmer fertiggestellt.

Zum 5. Bundestreffen in Stuttgart hat Tabea Kroll eine NETZWERK-Arbeitsmappe mit einer Kurzfassung ihrer Diplomarbeit über die Auswirkungen des Programms auf die Teilnehmer fertiggestellt.

Was von den Beteiligten bisher nur zu ahnen war, liegt jetzt schwarz auf weiß vor: das Internationale Jugendprogramm hat eindeutig positive Auswirkungen auf die Kompetenzen seiner Teilnehmer. Zu verdanken ist dieser erste wissenschaftliche Nachweis in Deutschland der Diplomarbeit von Tabea Kroll an der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg, die dafür u.a. einen Programmlehrgang besucht, einen Teilnehmer-Fragebogen entwickelt und an die Programmanbieter versandt sowie die 192 Teilnehmer-Rückmeldungen und zwei Interviews ausgewetet hat. Die Arbeit wurde mittlerweile im Internet bei Hausarbeiten.de veröffentlicht.

Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung sind:

  • Für 69 Prozent gab es die größte Veränderung im Bereich „Übernahme von Verantwortung“.

  • Eine Verbesserung der Konflikt-, Team- und Kooperationsfähigkeit wird von jeweils 60 bis 70 Prozent angegeben.

  • Bei 54 Prozent hat sich die Beziehungsfähigkeit verändert.

  • Rund 51 Prozent nehmen die Bedürfnisse und Interessen von anderen besser wahr.

  • 71 Prozent fühlen sich motiviert fühlen, ehrenamtlich tätig zu werden-

  • 52 Prozent haben Menschen kennen gelernt haben, mit denen sie auch außerhalb des Programms etwas unternehmen.

  • Bei 57 Prozent die Teilnahme zu einer Verbesserung der organisatorischen Fähigkeiten geführt.

  • Bie Befähigung zu eigenverantwortlichem Arbeiten hat sich bei 59 Prozent gesteigert.

Ich möchte mich an dieser Stelle vor allem bei Tabea Kroll bedanken. Sie hat mit ihrer hervorragenden Arbeit nicht nur dem deutschen Programm einen großen Dienst erwiesen, sondern mit der Kurzfassung als NETZWERK-Arbeitsmappe auch den wichtigsten Beitrag dazu geleistet, dass deren Ergebnisse auch wieder den Weg zurück zu den Programmanbietern finden. Ein herzliches Dankeschön geht aber auch an die Programmanbieter selbst, deren Mitwirkung für das Gelingen des Vorhabens entscheidend war. Zu hoffen ist, dass das gute Beispiel möglichst bald Schule macht und aufbauend auf der Pionierarbeit von Tabea Kroll empirische Untersuchungen zur Programmpraxis nach und nach von der Ausnahme zur Regel werden.