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NETZWERK-Formen: Nachricht, Meldung und Bericht

von der NETZWERK-Redaktion

Textnummer: 553102

Erstellt am 2005/08/28, zuletzt geändert am 2008/09/02

Die Nachricht gehört zu denen informierenden Darstellungsormen. Sie informiert objektiv über eine Neuigkeit, die den Leser interessiert, bei NETZWERK meist über Ereignisse rund um das Internationale Jugendprogramm.

Die Nachricht gehört zu denen informierenden Darstellungsormen. Sie informiert objektiv über eine Neuigkeit, die den Leser interessiert, bei NETZWERK meist über Ereignisse rund um das Internationale Jugendprogramm.

Was ist eine Nachricht?

Die Nachricht gehört zu denen informierenden Darstellungsormen. Sie informiert objektiv über eine Neuigkeit, die den Leser interessiert. Persönliche Meinungen dürfen nicht vorkommen.

Nachrichten jeder Länge sind nach immer gleichem Prinzip aufgebaut: Das Wichtigste steht am Anfang („Leadsatz“), danach nimmt die Bedeutung von Satz zu Satz ab. Wenn man von hinten kürzt (was in Zeitungen ständig vorkommt), bleibt so immer ein sinnvoller Rest.

Damit nichts Wichtiges vergessen wird, gibt es die berühmte „7-W-Regel” (manchmal auch „Trichterprinzip“ genannt). Danach sollte jede Nachricht die Antworten auf folgende Fragen enthalten:

  • Wer?

  • Was?

  • Wo?

  • Wann?

  • Wie?

  • Warum?

  • Woher?

 

Arten von Nachrichten: Meldung und Bericht

  • Die Meldung ist eine Kurz-Nachricht und muss deshalb die Anforderungen an eine Nachricht (z.B. Aktualität, Objektivität und Gliederung nach abnehmender Wichtigkeit) besonders gut erfüllen. NETZWERK-Reporter haben wie alle Jugendreporter mit dieser kürzesten aller journalitischen Formen eher weniger zu tun.

  • Der Bericht ist eine „ausgewachsene“ oder längere Nachricht. Dabei werden in der Regel auch Hintergrundinformationen mitgeliefert, d.h. auch die letzten „W-Fragen“ beantwortet. Innerhalb eines Absatzes muss man sich nicht streng an das „Dreiecks-“ oder „Trichterprinzip“ halten.

 

Anlässe und Beispiele

Die Nachricht und vor allem der Bericht eignet sich bei NETZWERK vor allem für aktuelle Ereignisse aller Art:

  • mehr oder weniger „ungeplante“ Geschehnisse rund um Aktivitäten von Teilnehmern in den Programmteilen (nicht nur Expedition!);

  • geplante Maßnahmen und Veranstaltungen wie z.B. Jugendbegegnung, Startveranstaltung oder Verleihfeier.

NETZWERK-Artikelbeispiele aus dem Bereich der Teilnehmeraktivitäten mit guten Fotos sind zum Beispiel:

  • Björn: Auf Entdeckungsreise in der Stadtbücherei [1329];

  • München: Erste-hilfe-Übung im Schnee [2752];

  • Sarah und Tina: „Probekochen für die Freunde“ [5436].

 

Recherche und Vorbereitung

Eine veröffentlichte Nachricht muss unbedingt „wasserdicht“ sein. Das sicherzustellen ist bei Jugendprogramm-Ereignissen meist nicht schwer, da man entweder selbst dabei war oder zumindest verlässliche Augenzeugen kennt.

Wenn man nicht selbst dabei sein konnte, helfen Fotos oder Videos, die von Beteiligten gemacht wurden, um sich ein Bild zu verschaffen. Manchmal ist es auch sinnvoll, Gespräche zu führen.

Kann man bei einem Ereignis, über das man berichten muss, nicht dabei sein, ist es wichtig, dass man Zugriff auf einen guten Photographen in der Gruppe hat. Mit diesem sind vorab entsprechende Absprachen zu treffen.

 

Fotos

Ein Bericht gewinnt durch ein aussagekräftiges Fotos nicht nur erheblich an Aussagekraft und Glaubwürdigkeit, er wird auch anschaulicher und lebendiger. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“.

Bei NETZWERK hat sich die„Bild-Nachricht“ mit einem gelungenen Schnappschuss als „Aufhänger“ für wenige Zeilen Text schon fast zu einer eigenen Form entwickelt, mit der „Hühnerjagd im Himalaja“[1328] als wohl bekanntestem Beispiel.

Wenn zu einem Ereignis auch mit größtem Aufwand keine Originalfotos aufzutreiben sind, bleibt immer noch die Option, nachträglich ein Foto zu stellen (z.B. Max mit der geschenkten Gitarre oder dem zerfetzten Zelt).

 

Hilfen und Unterlagen

Bei der Recherche können helfen:

  • schriftliche Ablaufpläne, Einladungen, Fotosammlungen, Förderanträge, Programme, Videos und Zeitungsberichte;

  • Gespräche mit Augenzeugen.