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Klaus Vogel: Wie ich mit der Jugendfeuerwehr zum Jugendprogramm kam

von der NETZWERK-Redaktion

Textnummer: 131500

Erstellt am 2009/01/09, zuletzt geändert am 2009/01/09, begonnen am 2003/12/14

Sein erstes Jahr mit dem Internationalen Jugendprogramm ließ der damalige baden-württembergische Landesjugendfeuerwehrwart Klaus Vogel Ende 1993 mit diesem Beitrag Revue passieren...

von der NETZWERK-Redaktion

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Sein erstes Jahr mit dem Internationalen Jugendprogramm ließ der damalige baden-württembergische Landesjugendfeuerwehrwart Klaus Vogel Ende 1993 mit diesem Beitrag Revue passieren...

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Bei der „Entdeckung“ des Duke of Edinburgh's Award Ende 1992 im Rahmen der intensiven Grundsatzarbeit war noch nicht einmal klar war, ob das Programm überhaupt noch existiert: der Aufsatz von Peter Carpenter aus dem Buch von Hermann Röhrs zur Reformpädagogik stammte aus dem Jahr 1966. Beim Europaforum anlässlich des Landesfeuerwehrtages im Juni 1993 in Fellbach gab es für die „Insider“ der Jugendfeuerwehr eine kleine Sensation: die dort erstmals in Deutschland vertretenen britischen Freunde von den West Midlands nehmen an diesem Programm teil (vgl. Brandhilfe 8/93 und HydrantBRIEF 5/93). Der „Award“ lebt, und die Jugendfeuerwehr ist bereits dabei!

Das Programm wurde daraufhin umgehend in das unter erlebnispädagogischen Vorzeichen stehende Heidelberg-Seminar Anfang Oktober 1993 aufgenommen, die Birminghamer Freunde wollten hierfür Material zur Verfügung stellen. Da dieses Ende August noch immer nicht vorlag, wurde schließlich am 26. August die Notbremse gezogen und die britische Botschaft per Fax um Unterstützung gebeten. Von nun an überstürzten sich die Ereignisse.

Von der Botschaft ging am 7. September sowohl eine aktuelle Kurzbeschreibung des Programms wie auch die Anschrift des Internationalen Sekretariats in London ein, bei dem am selben Tag noch ebenfalls per Fax umfangreiches Material angefordert wurde.

Am 27. September meldete sich aus Nürnberg vom Förderkreis Jugend und Freizeit Christine Hofmann, die neben Mike Mumford (s.u.), Shirley Price und Peter Carpenter vom Londoner Büro benachrichtigt worden war. Sie informierte uns darüber, dass ihre Gruppe, darunter auch der DR-Kreisverband Mosbach (!), bereits mit dem Programm arbeite und auch schon deutsches Material erstellt habe, das sie der Jugendfeuerwehr schnellstmöglich zur Verfügung stellen werde.

Gleichzeitig lud sie zur Verleihfeier am 23. November in Nürnberg ein. Am 29. September traf dann per Express die Materiallieferung ein. Übrigens: wegen des Programmpunktes „Jugendprogramm“ war sie übrigens bereits von Bernd Heckmair (OUTWARD BOUND) unabhängig von London über unsere HD-Tagung informiert worden…

Am 28. September traf schließlich das Material aus London ein. Im Begleitschreiben wurde u.a. darauf hingewiesen, daß Mike Mumford vom „Duke of Edinburgh's Award in Bavaria“ (für britische Teilnehmer in Burgberg bei Sonthofen) sehr an einem Gespräch mit uns interessiert sei. Ein Telefongespräch am 30. September brachte eine Einladung zu einem ausführlichen Gespräch incl. einer Filmvorführung am Buß- und Bettag (17.11.) sowie zu einem Treffen mit einer Abordnung aus London zusammen mit dem britischen Generalkonsul am 15. Dezember in München. Auf Wunsch von Frau Hofmann, die uns nach mehreren vergeblichen Versuchen (wen wunderts...) erst am 5. Oktober wieder telefonisch erreichte, wurde ein erstes Treffen in Nürnberg bereits am 9. Oktober vereinbart.

Am 6. Oktober kam der erste Telefonkontakt mit dem Jugendrotkreuz des DRK-Kreisverbands Mosbach zustande, das von sehr positiven Auswirkungen der Programmteilnahme für die Praxis der Gruppenarbeit (Sport in Mädchengruppen!) berichtete. Eine Zusammenarbeit wurde vereinbart, die mit einem umfangreichen Beitrag für den Dezember-HYDRANT beginnen soll.

Der Rest ist bekannt: Information der Deutschen Jugendfeuerwehr beim Heidelbergseminar und per Schreiben an den Bundesjugendleiter am 12. Oktober, der Kreisjugendfeuerwehrwarte in Abtsgmünd, Besuche in Nürnberg am 9. Oktober und am 23. November, erstes Treffen mit Mike Mumford in Burgberg am 17. November, Empfang beim britischen Generalkonsul in München am 15. Dezember – zusammen mit Paul Arengo-Jones, Generalsekretär der Intrnationalen Assiziation, Peter Carpenter (!) aus Cambridge, Erich Graf von Waldburg-Zeil, Mike Mumford, Christine Hofmann...

Am 20. Dezember nahmen 19 Jugendliche die ersten Begleithefte in Empfang: Start!