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Deutliche positive Auswirkungen des Programms auf die Teilnehmer

von der NETZWERK-Redaktion

Textnummer: 532302

Erstellt am 2005/03/21, zuletzt geändert am 2008/09/02

Mit der Diplomarbeit von Tabea Kroll (Evangelische Fachhochschule Nürnberg) liegt die bundesweit erste wissenschaftliche Untersuchung zur Auswirkung des Internationalen Jugendprogramms auf seine Teilnehmer vor. Ausgewertet wurden Fragebogen von 192 Teilnehmern und zwei Interviews.

Mit der Diplomarbeit von Tabea Kroll (Evangelische Fachhochschule Nürnberg) liegt die bundesweit erste wissenschaftliche Untersuchung zur Auswirkung des Internationalen Jugendprogramms auf seine Teilnehmer vor. Ausgewertet wurden Fragebogen von 192 Teilnehmern und zwei Interviews.

Was von den Beteiligten bisher nur zu ahnen und zu fühlen war, liegt jetzt schwarz auf weiß vor: das Internationale Jugendprogramm hat ganz eindeutige, positive Auswirkungen auf die Kompetenzen seiner Teilnehmer. Zu verdanken ist dieser erste wissenschaftliche Nachweis in Deutschland der Diplomarbeit von Tabea Kroll an der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg. Sie hat dafür u.a. einen Programmlehrgang besucht, einen Teilnehmer-Fragebogen entwickelt und an die Programmanbieter versandt sowie die 192 Teilnehmer-Rückmeldungen und zwei Interviews ausgewetet. Die Veröffentlichung ist die mittlerweile siebte wissenschaftliche Arbeit zum Internationalen Jugendprogramm in Deutschland*) und hat den Titel „'Und alle gehen studieren!?' Das Internationale Jugendprogramm und seiner Auswirkungen auf die TeilnehmerInnen“.

Hier die wichtigsten Ergebnisse der Befragung:

  • Für 69 % gab es die größte Veränderung im Bereich „Übernahme von Verantwortung“.

  • Eine Verbesserung der Konflikt-, Team- und Kooperationsfähigkeit wird von jeweils 60 – 70 % angegeben.

  • Bei 54 % hat sich die Beziehungsfähigkeit verändert.

  • Rund 51 % nehmen die Bedürfnisse und Interessen von anderen besser wahr.

  • 71 % fühlen sich motiviert fühlen, ehrenamtlich tätig zu werden-

  • 52 % haben Menschen kennen gelernt haben, mit denen sie auch außerhalb des Programms etwas unternehmen.

  • Bei 57 % die Teilnahme zu einer Verbesserung der organisatorischen Fähigkeiten geführt.

  • Bie Befähigung zu eigenverantwortlichem Arbeiten hat sich bei 59 % gesteigert.

Bei den Interviews überwiegen die Indikatoren, für die eine Veränderung durch die Teilnahme angegeben wurde, noch deutlicher: 11 von 14 bei Interview Eins und 12 von 14 bei Interview Zwei.

Zu hoffen ist, dass die Ergebnisse der Diplomarbeit, die u.a. auch Interessantes zur weniger bekannten und rühmlichen „Vorgeschichte“ des deutschen Programms enthält sowie zum Begriff der „Kompetenz“ enthält, auf irgend eine Art und Weise ihren Weg zurück zu den Programmabietern findet. Wie die Verfasserin ausführt, war deren Mitwirkung bei der Befragung für das Gelingen entscheidend und viele hätten im Rahmen ihrer Mitarbeit darum gebeten, über deren Resultat informiert zu werden. Die Möglichkeiten hierfür sind zahlreich und reichen von einem Bericht beim Bundestreffen, der Veröffentlichung von Auszügen im Internet bis zur Herausgabe einer NETZWERK-Arbeitsmappe.

Gleichzeitig könnten die Ergebnisse den Programmanbietern bei ihrer Arbeit helfen und dazu beitragen, neue Einrichtungen für das Programm zu gewinnen. Mit den Worten von Tabea Kroll (S. 58):

„...die Einführung [des Programms] in einer Einrichtung [ist] mit viel Arbeit verbunden. Desweiteren ist auch, nachdem es etabliert wurde, hohes persönliches Engagement gefordert. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen den Programmanbietern Rückhalt geben für ihre Arbeit mit dem Internationalen Jugendprogramm. Aus der Sicht der Jugendlichen können sie hier erfahren, dass die Teilnahme am Programm positive Auswirkungen auf die Jugendlichen hat und es somit sinnvoll ist, das Programm anzubieten. Vielleicht lassen sich einige auch durch die Ergebnisse ermutigen, das Programm in ihrer Einrichtung einzuführen.“

 

*) Autoren in der Reihenfolge der Arbeiten :Andrea Bonnhoff, Kristina Töpfer, Frank Heck, Jutta Schmieg, Birthe Roden, Friederike Kruse und Tabea Kroll.