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Programmteil Expeditionen: Ausbildung zum Gewitterschutz wird immer wichtiger

von der NETZWERK-Redaktion

Textnummer: 744301

Erstellt am 2012/07/01, zuletzt geändert am 2012/07/02

Eine ernstzunehmende Gefahr bei allen Naturunternehmungen ist immer mehr das Gewitter. Ein sicherer Biwakplatz bei einem Bauernhof ist deshalb genauso wichtig wie die Ausbildung zum Gewitterschutz unterwegs und die Berücksichtigung des Wetterberichts.

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Eine ernstzunehmende Gefahr bei allen Naturunternehmungen ist immer mehr das Gewitter. Ein sicherer Biwakplatz bei einem Bauernhof ist deshalb genauso wichtig wie die Ausbildung zum Gewitterschutz unterwegs und die Berücksichtigung des Wetterberichts.

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Eine ernstzunehmende Gefahr bei allen Naturunternehmungen ist das Gewitter – nicht nur bei Touren auf dem Wasser oder mit dem meist nicht metallfreien Fahrrad. Ein sicherer Biwakplatz bei einem Bauernhof, der es der Gruppe erlaubt, sich beim Heraufziehen des Gewitters rechtzeitig in eine sichere Scheune zurückzuziehen, vermindert das Risiko ganz erheblich. Genauso wichtig ist aber die Ausbildung zum Gewitterschutz unterwegs, das Studium des Wetterberichts vor der Tour und das Verfolgen der Wetterentwicklung während der Expedition durch die Aufsichtsperson, um die Gruppe gegebenenfalls warnen zu können.

Schriftliche Darstellungen zum Gewitterschutz „on tour“ gibt es Hülle und Fülle, z.B. im Wetterkapitel des Expedition Guide (im Expeditionsführer fehlt dieses Kapitel leider noch) oder in der einschlägigen Trekkingliteratur (z.B. im DAV-Alpinlehrplan). In der NETZWERK-Bibliothek findet sich außer dem DofE-Text ein Infoblatt der Feuerwehr-Unfallkasse für Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zum Thema. Natürlich werden auch auf vielen Webseiten gute Ratschläge erteilt, z.B. bei Wetterspiegel.de (www.wetterspiegel.de/de/lexikon/7-367.html), bei Wikipedia oder beim SPIEGEL. Die Standardseite zur Wetterlage und Wettervorhersage betreibt der amtliche Deutsche Wetterdienst.

Notwendig ist der Hinweis, dass es auch beim Einhalten der Schutzmaßnahmen zu Schäden kommen kann und deshalb kein Autor, keine Redaktion und auch keine Organisation eine Haftung übernimmt – auch nicht die zitierte Unfallkasse, der Duke of Edinburgh’s Award oder der Trägerverein. Entscheidend ist, dass die Gruppen so gut wie möglich auf den Ernstfall vorbereitet sind, Jugendliche und Eltern das Restrisiko kennen, entsprechende Vorkehrungen getroffen wurden und diese Maßnahmen dokumentiert sind.