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GL 3/2010: Vorbereitung der Mini-Expedition

Gute Praxis: Pfadfinder als „geborene“ Kooperationspartner im Programmteil Expeditionen

von der NETZWERK-Redaktion

Textnummer: 742700

Erstellt am 2012/06/02, zuletzt geändert am 2012/06/02

Häufige Klagen über den Zeitaufwand im Programmteil Expeditionen zeigen eigentlich nur, wie groß das Entwicklungspotenzial vieler Schulen für strategische Kooperationen in diesem Bereich noch ist. Am Gymnasium Alexandrinum dachte man von Anfang an „strategisch“ und ging eine Partnerschaft mit dem Pfadfinderbund Weltenbummler ein.

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Häufige Klagen über den Zeitaufwand im Programmteil Expeditionen zeigen eigentlich nur, wie groß das Entwicklungspotenzial vieler Schulen für strategische Kooperationen in diesem Bereich noch ist. Am Gymnasium Alexandrinum dachte man von Anfang an „strategisch“ und ging eine Partnerschaft mit dem Pfadfinderbund Weltenbummler ein.

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Häufige Klagen über den Zeitaufwand im Programmteil Expeditionen zeigen eigentlich nur, wie groß das Entwicklungspotenzial vieler Schulen für strategische Kooperationen in diesem Bereich noch ist. Dabei sind die Chancen, die eine solche Partnerschaft bietet, nicht nur in Bezug auf die Zeitersparnis auf Schulseite gewaltig: weniger auf die Expedition fokussierte Wahrnehmung bei Lehrkräften und Schülern, größeres Arbeitsteam (u.a. weil der Zeitaufwand überschaubarer wird), größere Teilnehmerzahlen (ggf. auch auf höheren Programmstufen – z.B. weil durch die zusätzlichen externen Helferinnen und Helfer mehr Expeditionsgruppen betreut werden können), zusätzliche Ressourcen (z.B. Expeditionsausrüstung) und vor allem Unterstützer des Programms in der Umgebung, die selbst in vielerlei Hinsicht vernetzt sind. Pfadfinder sind hierfür die geborenen Partner*).

Am Gymnasium Alexandrinum in Coburg dachte man von Anfang an „strategisch“ und ging eine entsprechende Partnerschaft mit dem ortsansässigen Pfadfinderbund Weltenbummler ein (der selbst ein bundesweiter Programmanbieter ist). „Jasmin Müller-Alefeld erhielt für die Unterstützung des Pfadfinderbundes Weltenbummler im Programmteil Expeditionen und ihren persönlichen Einsatz dabei von Horn einen besonders großen Blumenstrauß“, hieß es dazu im NETZWERK-Bericht zur ersten Verleihfeier im Juli 2008 auf Schloss Callenberg**). Dass die Partnerschaft nachhaltig ist, zeigte sich, als Programmkoordinator Matthias Horn 2009 nach Kitzingen wechselte (und auch dort das Programm erfolgreich einführte…). Mit Hilfe der Pfadfinder wurde auch der Aufstieg zunächst zur Silber- und schließlich zur Goldstufe gemeistert.

In der Partnerschaft wussten beide Seiten von Anfang an, dass sich das externe Fachwissen nicht einfach per Standard-Arbeitsgemeinschaft (AG) in die Schule holen lässt. Von Schul- und Programmseite spräche dagegen, dass eine solche AG in Konkurrenz zu den anderen Angeboten treten und deren AG-Teilnehmer letztlich vom Programm ausschließen würde – und umgekehrt natürlich die Programmteilnehmer von den anderen AGs. Für die Pfadfinder käme diese Art und Weise der Integration kaum infrage, weil ihre ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu den üblichen AG-Zeiten in der Regel meist beruflich tätig sind. Kein Wunder also, dass das Programm am Alexandrinum auch in organisatorischer Hinsicht „konkurrenzlos“ ist…

 

*) In vielen Ländern sind die Pfadfinder der wichtigste operative Partner. Derzeit spielen sie u.a. in Rumänien eine zentrale Rolle beim Programmaufbau.

**) Die Verleihfeier ist selbst ein Gute-Praxis-Beispiel.