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Biwak im Hohenstadter Grund

Gute Praxis: Sichere Biwakplätze bei Bauernhöfen

von der NETZWERK-Redaktion

Textnummer: 744000

Erstellt am 2012/06/24, zuletzt geändert am 2012/08/17

Seit dem Programmstart im November 1993 wird in Osterburken die Kooperation mit Landwirten im umliegenden Bauland und nahen Odenwald systematisch gepflegt, um Expeditionsgruppen bei Ausbildung, Probetouren und Abschlussunternehmungen sichere Biwakplätze in der Nähe von Bauernhöfen anbieten zu können.

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Seit dem Programmstart im November 1993 wird in Osterburken die Kooperation mit Landwirten im umliegenden Bauland und nahen Odenwald systematisch gepflegt, um Expeditionsgruppen bei Ausbildung, Probetouren und Abschlussunternehmungen sichere Biwakplätze in der Nähe von Bauernhöfen anbieten zu können.

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Seit dem Programmstart im November 1993 wird in Osterburken die Kooperation mit Landwirten im umliegenden Bauland und nahen Odenwald systematisch gepflegt, um Expeditionsgruppen bei Ausbildung, Probetouren und Abschlussunternehmungen sichere Biwakplätze in der Nähe von Bauernhöfen anbieten zu können. Grundsätzlich darf immer nur eine Gruppe pro Nacht den angewiesenen Platz nutzen. Den Jugendlichen wird Trinkwasser zur Verfügung gestellt; außerdem dürfen sie bei Gewitter (dieser Sicherheitsaspekt wird immer wichtiger!) einen Geräteschuppen oder eine Scheune als Notquartier nutzen.

Die Liste wird jährlich ein wenig länger und umfasst derzeit rund drei Dutzend Einträge. In Anlehnung an die entsprechende Vorlage der Formularsammlung sind dabei jeweils Name und UTM-Koordinaten des Platzes aufgeführt, die Kontaktdaten des Besitzers, eine die Qualität des Mobilfunknetzes sowie eine Kurzbeschreibung des Platzes. Wenn – wie bei manchen Plätzen in Odenwaldtälern – die Mobiltelefone nicht funktionieren, ist mit den Besitzern vereinbart, dass im Notfall auf deren Festnetzanschluss zurückgegriffen werden darf.

Zur Erweiterung der Liste tragen regelmäßig die Expeditionsgruppen selbst mit ihren direkten oder indirekten Kontakten zu Landwirten bei. Von Zeit zu Zeit macht sich aber auch das Expeditionsteam (meist unterstützt durch Schülermentoren) gezielt anhand topographischer Karten an die Recherche und führt entsprechende Erkundungsfahrten in die nähere oder weitere Umgebung durch (NETZWERK berichtete). Dabei ist immer passendes Material zum Programm und zur Programmarbeit der Osterburkener Schulen „an Bord“ (z.B. Flyer und Zeitungsberichte).

Über die Auswahl, die die Gruppen vom Ausbilder bzw. der Aufsichtsperson jeweils für die Planung erhalten, wird sichergestellt, dass die Tour in unbekannter Umgebung bzw. dem zur Programmstufe passenden Schwierigkeitsgrad stattfindet (der Odenwald ist Wildnisgebiet). In der Ausbildung lernen die Gruppen auch, wie sie beim Erreichen des Biwakplatzes oder im nächtlichen Notfall Kontakt mit dem Besitzer aufnehmen, wie sie um Wasser fragen, wie sie sich auf dem Gelände verhalten (u.a. Lärmverbot!), wie sie dieses am Morgen zu verlassen haben und wie sie sich vor dem Aufbruch bedanken.

Der Platz wird immer bei bzw. nach dem Verlassen durch die Gruppe durch die Aufsichtsperson oder den Gutachter kontrolliert, die ein kleines Präsent für die Besitzer dabei haben, das sie nach Möglichkeit persönlich übergeben. Wenn sie vom Gastgeber nicht selbst angesprochen werden, fragen die Helfer selbst nach „besonderen Vorkommnissen“. Der Beitrag der Landwirte zur Infrastruktur im Programmteil Expeditionen wird außerdem dadurch anerkannt, dass sie zur Verleihfeier eingeladen werden.