Sektionen
Sie sind hier: Startseite Netzwerk Artikel Praxis Preise

Elmshorn: „Goldener Floh“ für die Schule Langelohe

von Pitt Frauen, Elmshorn

Textnummer: 114900

Erstellt am 2009/12/07, zuletzt geändert am 2009/12/07

Für den Wettbewerb „Der goldene Floh – Praktisches Lernen und Schule“ waren die schriftliche Dokumentation, der Mitschnitt der N 3-Sendung (Schleswig-Holstein Magazin), die Tonkassette über den Beitrag in Delta-Radio sowie weitere Materialien zur Einführung des Internationalen Jugendprogramms eingereicht worden.

von Pitt Frauen, Elmshorn

Textnummer:

Erstellt am: , geändert am:

Fotos:

Für den Wettbewerb „Der goldene Floh – Praktisches Lernen und Schule“ waren die schriftliche Dokumentation, der Mitschnitt der N 3-Sendung (Schleswig-Holstein Magazin), die Tonkassette über den Beitrag in Delta-Radio sowie weitere Materialien zur Einführung des Internationalen Jugendprogramms eingereicht worden.

***

Die Hauptschule Langelohe beteiligte sich an drei Wettbewerben mit den im ersten Jahr entwickelten Materialien und Dokumentationen zur Einführung und Umsetzung des Internationalen Jugendprogramms. Eingereicht wurden die beim AwardShop erhältliche Dokumentation, der Mitschnitt der N 3-Sendung (Schleswig-Holstein Magazin), die Tonkassette über den Beitrag in Delta-Radio sowie weitere Materialien.

Groß war die Freude, als die Nachricht über die Vorentscheidung der Jury im Wettbewerb „Der goldene Floh – Praktisches Lernen und Schule“ in der Schule eintraf. Die Schule Langelohe gehörte zu den 18 von 47 Bewerbern ausgewählten Schulen, die sich im Rahmen einer Repräsentationsmesse in der Lindenschule in Bordesholm darstellen durften.

Die Nachricht traf kurz vor den Osterferien ein. So blieb nur Zeit, zwei Tage vor Ferienbeginn ein Planungsgespräch zu führen und sich gedanklich auf die Ausstellung vorzubereiten. In den Ferien wurde der Grundstein für die ein Regal und neun Stelltafeln umfassende Ausstellung gelegt. Wegen der begrenzten Ausstellungsfläche musste unbedingt auf begrenzter Fläche eine Stellprobe vorgenommen werden. Wohin mit dem Kajak, der Reiterausrüstung, den Musikinstrumenten, den Expeditionsausrüstungen, den Modellflugzeugen, dem Lastenfahrrad mit dem Korkensack, mit Fernseher, Computer und Tape-Deck? Reicht der Platz für drei oder vier Ausstellungsinseln mit großen Marktschirmen? Bleibt Platz für einen Aktivitätentisch? Was lässt sich als Handlungselement in die Veranstaltung einbauen? Ideen wurden geboren und verworfen, vieles ausprobiert und Gelungenes für die Ausstellung gesichert.

Nach den Ferien blieben lediglich fünf Tage, um das Werk zu vollenden. Der Kreis der Zuarbeiter und Mitarbeiter wurde größer, die Abende, an denen an der Ausstellung gepuzzelt wurde, immer länger. Hier und da fehlte noch Fotomaterial. Also noch mal los, um neue Bilder zu schießen. Fototermine mit Sonita im Blumenstübchen auf Langelohe, mit Jasmin im Tierheim, mit den Schwimmern bei der DLRG, mit Benjamin im Autohaus Hell und Kayser, mit Marten beim Modellbauclub Elmshorn. In der Schule musste Daniela noch einmal an die Nähmaschine und die Gitarrengruppe für ein Foto zusammenkommen.

Tanja machte in der zweiten Ferienwoche die ersten Aufnahmen vom Feuerwehrlehrgang für die Programmteilnehmer. Ab mit den Bildern zum Fotoschnelldienst! Dann Ungeduld und ständiges Nachfragen „Warum bringt ihr die Bilder auch zu Kloppenburg? Andere Fotodienste machen das innerhalb von zwei Stunden.“ „Ja, aber nicht bei Abzügen im Posterformat.“ Am Freitagmorgen trafen die letzten Fotovergrößerungen ein.

Am Freitagabend war das Werk vollbracht und um 22 Uhr alles im Transit und Wohnmobil verstaut. Dabei war vor allen Dingen die Mitarbeit des Programmteilnehmers Marten eine große Hilfe. Täglich kam er nach Dienstschluss bei der Post in die Schule, um mitzuhelfen, die Ausstellung zu entwickeln. Gemeinsam mit Björn half er noch am Freitag eine Panne zu beheben. In der Druckerei der Stadt waren drei Druckaufträge liegen geblieben. So wurde eine Massenkopiererei an der Schule notwendig. Mühseliges Zusammentragen und Heften waren die Folge.

Am Sonnabend sind alle pünktlich auf dem Schulhof, Claudia soll noch mit ihren Instrumenten abgeholt werden, nur der Chef hat verschlafen und trudelt mit fast halbstündiger Verspätung ein. Nicht so schlimm! Der ausgeloste Platz ist lagegünstig, die Ausstellung schnell wieder aufgebaut. Insgesamt 13 Programmteilnehmer, überwiegend auf der Silberstufe aktiv, packen umsichtig mit an. Als Mann mit Durchblick, bei dem alle Fäden zusammenlaufen und bei dem jeder Handgriff sitzt, erwies sich erneut Hausmeister Reimer Blanke. Die Ausstellung macht einen sehr guten Eindruck und wird bestimmt das Interesse vieler Besucher finden. Selbst für die Gestaltung der Rückwand des Nachbarstandes war noch Material vorhanden.

Zwei Lehrkräfte und drei bis fünf Jugendliche waren immer am Stand präsent, um Interessenten Rede und Antwort zu stehen. Marten arbeitete am Modellflugzeug, Sonita band Blumensträuße, Claudia zeigte Übungen an der Wiederbelebungspuppe, Rassa zeigte, was sie im Kung-Fu-Training gelernt hatte und Jessica setzte ihr mitgebrachtes Jongliergerät ein. Am PC-Bildschirm lief die beim KJR Pinneberg erstellte Programm-Präsentation und über Video wurde eine zum Endlosband geschnittene Kassette der Sendung des Schleswig-Holstein-Magazins abgespult.

Am Sonntag wurde die Langeloher Mannschaft durch fünf weitere Jugendliche des Feuerwehrlehrgangs und Brandschutzerzieher Gerhard Vollbehr verstärkt. Sie waren mit einem Löschfahrzeug und dem Brandschutzanhänger des Kreisfeuerwehrverbandes angerückt und machten stündlich im Hof der Schule eine Löschvorführung. Auch Jens Grimm vom Kreisjugendring Pinneberg unterstützte die Aussteller und versuchte neue Kontakte zu knüpfen.

Im Laufe des Tages wurde der Besucherandrang immer größer und erlebte seinen Höhepunkt gegen 14 Uhr. Das war die Zeit, zu der auch die Jurymitglieder unterwegs waren, die Stände begutachteten und vor allen Dingen Auskünfte von beteiligten Kindern und Jugendlichen einholten. Das Eintreffen der Ministerpräsidentin Heide Simonis hatte sich schnell an den 18 Ausstellungsständen herumgesprochen. Bei ihrem Rundgang zeigte sie großes Interesse am Internationalen Jugendprogramm.

Zwischenzeitlich gab es verschiedene Hinweise, dass der Stand ein besonderes Interesse gefunden hatte. Das erhöhte natürlich die Spannung, als die Besucher auf der Tribüne Platz genommen und Jury und Akteure sich in der Hallenmitte versammelt hatten. Zuerst wurden neun Schulen aufgerufen, die mit 500 DM bedacht wurden. In der zweiten Runde wurden drei mit jeweils 1000 DM dotierte Preise vergeben. Langelohe gehörte nicht dazu, ebensowenig wie zu den drei Sonderpreisen von jeweils 1000 DM. Nun war der Jubel bei Schülern und Lehrern groß.. Die Schule Langelohe gehörte zu den drei Hauptgewinnern des „Goldenen Floh – Wettbewerb für Praktisches Lernen und Schule in Schleswig-Holstein“.

Rassa, Jessica und Jasmin durften aus der Hand der Ministerpräsidentin den dritten Preis in Form einer Urkunde, einer Plakette und eines Schecks über 3000 DM entgegennehmen. Die viele Arbeit hatte sich gelohnt!

Quelle: Netzwerk 2/1999