Sektionen
Sie sind hier: Startseite Netzwerk Artikel Teilnehmer Aktivitäten Dienst

Nicole: Dienst im Krankenhaus

von Mike Rooney, Wipperfürth

Textnummer: 116202

Erstellt am 2005/05/21, zuletzt geändert am 2008/09/02

Die 16-jährige Wipperfürther Realschülerin hat sich um alles selbst gekümmert und dem Personalchef mühsam erklärt, was es mit dem Internationalen Jugendprogramm auf sich hat. „Es ist harte Arbeit, aber man hat ganz schnell das Gefühl, Menschen geholfen zu haben“, so die Zehntklässlerin.

Die 16-jährige Wipperfürther Realschülerin hat sich um alles selbst gekümmert und dem Personalchef mühsam erklärt, was es mit dem Internationalen Jugendprogramm auf sich hat. „Es ist harte Arbeit, aber man hat ganz schnell das Gefühl, Menschen geholfen zu haben“, so die Zehntklässlerin.

Nicole Kunsch ist Schülerin der 10. Klasse der städtischen Realschule Wipperfürth. Sie nimmt seit September letzten Jahres am Internationalen Jugendprogramm teil und möchte bis Ende des Schuljahres die Bronzestufe schaffen. Als Nicole beschloß für ihren Dienst im Wipperführter Krankenhaus zu arbeiten, konnte sie nicht ahnen, daß das Krankenhaus bald von der Weltpresse umgeben sein würde. Nicht wegen der 16-jährigen Nicole, obwohl sie sich mittlerweile an Interviews zum Thema Jugendprogramm gewöhnt hat Nein, im Februar kam das erste Kind des Rennfahrers Michael Schuhmacher im St. Josef Krankenhaus zur Welt. Nicole durfte am Samstag während ihres fünfstündigen Arbeitseinsatzes sogar an den Bodyguards vorbei um das Neugeborene anzuschauen.

Allzuviel Zeit blieb ihr dafür allerdings nicht, da sie nämlich jeden Samstag morgen bei ihrer Arbeit auf der Altenpflegestation, wo sie sich fleißig an allen Pflegearbeiten beteiligt, allerdings nicht. Sie säubert nämlich die Zimmer, teilt Essen aus, verteilt Essenspläne, schleppt Bettwäsche und macht Betten für neue Patienten fertig. Sie erledigt Besorgungen für Patienten und kauft Zeitschriften für sie ein. Außerdem bringt sie Ampullen ins Labor und holt später die Ergebnisse wieder ab. „Jede Woche gibt es etwas Neues!“ freut sich Nicole. „Es ist harte Arbeit, aber man hat ganz schnell das Gefühl, Menschen geholfen zu haben. Manchmal ist die Hilfe indirekt, aber die Patienten und auch das Krankenhauspersonal ist sehr dankbar für jede Form der Hilfe.“

Als neuer Programmanbieter hat die Realschule Wipperfürth erst wenig Kontakte zu Stellen, die Arbeit für den Programmteil „Dienst“ anbieten können. Nicole hat sich um alles selbst gekümmert und dem Personalchef, Herrn Dörr, mühsam erklärt, was es mit dem Internationalen Jugendprogramm auf sich hat. „Herr Dörr war besonders überrascht, als ich ihm erzählte, daß es sich hierbei nicht um ein Praktikum handelte“, sagte Nicole. „Die meisten freiwilligen Helferinnen möchten später in dem Beruf arbeiten“. Nicole ist aber noch nicht sicher, was sie beruflich machen möchte. Sie interessiert sich sehr für Sprachen und ist in der bilingualen Klasse der Realschule, in der sie verstärkten Englischunterricht erhält. Auch in den Fächern Erdkunde und Geschichte erhält sie besondere Förderung. In ihrer Freizeit reitet sie gern, kocht und geht sehr gern schwimmen. . . . .

Bevor sie das Abitur auf dem Gymnasium in Wipperfürth macht, geht sie im September ein Jahr nach Amerika, wo sie die Schule besuchen wird. „Meine Eltern sind natürlich etwas traurig“, sagte Nicole, „aber ich freue mich sehr darauf und bin gespannt, ob ich an der Silberstufe des Jugendprogramms oder Congressional Award, wie es in den USA genannt wird, teilnehmen kann.“

[NETZWERK 3/1999]